Das  Taubstummenbildungswesen  im  Deutschen  Reich.  389

8.  Sind  die  Großeltern  (väterlicher-,  mütterlicherseits)  blutsverwandt?  (Genaue  Angabe,
bei  7  und  8,  des  verwandtschaftlichen  Verhältnisses).

9.  Leiden  oder  litten  die  Eltern  (Vater,  Mutter)  an  Taubstummheit?.....  angeborener?

.  erworbener?  ....  an  Taubheit?.....  doppelseitiger?  ....  einseitiger?  ....  an

Schwerhörigkeit  höheren  Grades?  ....  an  Tuberkulose?  ....  an  Geisteskrankheit?....

an  Kretinismus?  .....  an  Lues?  .....  (ojektive  Zeichen?  .....  welche?  ......  )  an
Retinitis  pigmentosa?*)  .....  Sind  die  Eltern  (Vater,  Mutter)  gestorben?  .....  an
welcher  Krankheit?  .....

10.  Wieviel  Geschwister  sind  taub  geboren?  .....  Wieviel  Geschwister  sind  taubstumm
geworden?  .....  Wieviel  Geschwister,  leiden  oder  litten  an  doppelseitiger  Taubheit?
  .....  an  einseitiger  Taubheit?......  an  Schwerhörigkeit  höheren  Grades?....
an  Tuberkulose?  .....  an  (seisteskrankheit?  an  Kretinismus?  .....  an  angeborener
Lues?  .....  an  Keratitis  diflusa?  .......  an  Retinitis  pigmentosa?  ......  Wieviel
(seschwister  sind  gestorben?  .....  an  welcher  Krankheit?.....

11.  Kommen  oder  kamen  bei  den  Großeltern  oder  sonst  in  der  Verwandtschaft  (genaue
Angabe  des  verwandtschaftlichen  Verhältnisses)  Fälle  von  angeborener  Taubstummheit?
  .....  von  erworbener  Taubstummheit?  .....  von  Schwerhörigkeit  höheren
Grades?  .....  von  Geisteskrankheiten?  .....  von  Kretinismus?  .....  vor?

12.  Ist  das  Kind  seinem  Lebensalter  entsprechend  körperlich  und  geistig  entwickelt?....
In  welchem  Alter  hat  es  gehen  gelemt?  .....:

13.  Ist  oder  war  das  Kind  mit  einem  körperlichen  oder  geistigen  Leiden  oder  Gebrechen
behaftet?  mit  welchem?  .....  Sind  insbesondere  Zeichen  vorhanden:  von  Blödsinn?
Schwachsinn  oder  Kretinismus?  —  von  Epilepsie?  —  von  Lähmungen  der  Extremitäten?
  des  nervus  facialis?  —  von  Kropf?  —  von  Tuberkulose?  —  von  Skrofulose?
—  von  Rhachitis?  —  von  Lues?  —  von  Störungen  des  Sehvermögens?  .....  Retinitis
  pigmentosa?  —  Keratitis  diflusa?  —  von  Mißbildungen  (Kopf-  und  Schädel-14.

  Zeigen  der  Nasen-,  Rachenraum,  das  äußere  Ohr,  der  äußere  Gehörgang  und  das

Trommelfell  bei  der  Untersuchung  normales  Verhalten?  .....  oder  Veränderungen?
welche?  .....  Ist  die  Atmung  durch  die  Nase  frei?  .....

15.  Haben  aus  Anlaß  der  Taubheit  Heilversuche  stattgefunden?  .....  Welcher  Art?
.....  Wie  lange,  nachdem  die  Taubheit  zuerst  bemerkt  wurde?  .....

16.  Während  welcher  oder  in  unmittelbarem  Anschluß  an  welche  Krankheit  ist  die  Taubheit
  bemerkbar  geworden?  nach  epidemischer  Genickstarre?  —  nach  anderen  Gehirnkrankheiten?

  .....  nach  welchen?  .....  nach  Scharlach?  —  nach  Masern?  —  nach
Diphtherie?  —  nach  Pocken?  —  nach  Unterleibstyphus?  —  nach  Keuchhusten?  —
nach  Mumps?  —  nach  Influenza?  —  nach  Ohrenleiden?  —  nach  Kopfverletzung?

(Fall  oder  Schlag  auf  den  Kopf,  Zangengeburt)?  —  nach  welcher  sonstigen  Erkrankung?
  .....
17.  Hatte  das  Kind  vor  der  Zeit,  in  welcher  der  Gehörmangel  bemerkbar  wurde,  schon

sprechen  können?  .....  schon  lesen  gelemt?  .....

18.  Hat  das  Kind  schon  Taubstummenunterricht  genossen?  .....

19.  Bedient  sich  das  Kind  im  Verkehr  mit  seiner  Umgebung  ausschließlich  der  Zeichensprache?
  ......  oder  sind  noch  Sprachreste  vorhanden?  ......  In  welchem  Umfange?
  .....

20.  Hört  das  Kind  noch  Töne?  (Prüfung  mit  der  kontinuierlichen  Tonreihe)  ......
Hört  das  Kind  noch  Vokale?  .....  welche  und  auf  welche  Entfernung?  ......

*)  Als  Zeichen  der  nicht  ganz  selten  bei  Taubstummheit  auftretenden  KRetiniti
pigmentosa  sind  außer  dem  ophthalmoskopischen  Befunde  noch  Hlemeralopie  und  Kinschränkung
  des  (sesichtsfeldes  zu  beobachten.