Ergänzungen  und  Erweiterungen  des  Unterrichts  der  Volksschule.  7

nommen.  Nach  dieser  bestanden  damals  in  Deutschland  30  Hilfsschulen
  mit  110  Klassen,  in  denen  von  115  Lehrkräften  2290  Kinder
(1280  Knaben  und  1010  Mädchen)  unterrichtet  wurden.  Diese  Zahlen
haben  sich  inzwischen  sehr  erhöht.  Folgende  130  deutsche  Ortsgemeinden
  hatten  zu  Beginn  des  Jahres  1903  Hilfsschulen  oder
Klassen  für  schwachbefähigte  (schwachsinnige)  Kinder  eingerichtet:

Aachen,  Altona,  Altenburg,  Apolda,  Augsburg,  Barmen,  Berlin,
Bernburg,  Beuthen,  Bielefeld,  Bonn,  Borna,  Bochum,  Braunschweig,
Brandenburg  a.  d.  H.,  Bremen,  Bremerhaven,  Breslau,  Bromberg,
Cassel,  Charlottenburg,  Chemnitz,  Colmar  i.  Els.,  Cöln,  Cöpenick,
Cottbus,  Crefeld,  Darmstadt,  Dessau,  Dortmund,  Dresden,  Düsseldorf,
Duisburg,  Eberswalde,  Eisenach,  Eisleben,  Elberfeld,  Emden,  Erfurt,
Essen  a.  d.  R.,  Freiberg  i.  S.,  Friedenau  b.  Berlin,  Flensburg,  Frankfurt
  a.  M.,  Frankenthal,  Fürth  i.  B.,  Gelsenkirchen,  Gersdorf,  Gera,
Gießen,  Glauchau,  Gotha,  Göttingen,  Görlitz,  Grünberg  i.  Schl.,
Grimma,  Hagen  i.  W.,  Halle  a.S.,  Halberstadt,  Hamburg,  Hameln,
Hannover,  Hanau,  Herford,  Hildesheim,  Hirschberg  i.  Schl.,  Jena,
Karlsruhe,  Kaiserslautern,  Kamenz  i.  S.,  Kiel,  Kirchberg  i.  S.,  Königsberg
  i.  Pr.,  Königshütte  i.  Schl.,  Köslin,  Leipzig,  Linden  b.  Hannover,
Ludwigshafen  a.  Rh.,  Lübeck,  Lüdenscheid,  Lüneburg,  Magdeburg,
Mainz,  Mannheim,  Meiningen,  Meißen,  Mühlhausen  i.  Th,  Mulhausen
  i.  Els.,  Mülheim  a.  d.  Ruhr,  München,  Netzschkau  i.  Vgtl.,
Neumünster,  Nordhausen,  Nürnberg,  Offenbach  a.  M.,  Oschatz  i.  S.,
Osnabrück,  Peine,  Pforzheim,  Pirmasens,  Plauen  i.  V.,  Poeßneck  i.  Th.,
Posen,  Potsdam,  Rathenow,  Reichenbach  i.  Vgtl,  Rummelsburg  b.
Berlin,  Saalfeld  a.  S.,  Schwelm  i.  W.,  Schöneberg  b.  Berlin,  Stettin,
Steglitz  b.  Berlin,  Stolp  i.  Pom.,  Straßburg  i.  E.,  Stuttgart,  Tharand
Bez.  Dresden,  Tilsit,  Trier,  Ulm,  Wandsbeck  b.  Hamburg,  Weimar,
Werdau  i.  S.,  Wilmersdorf  b.  Berlin,  Witten,  Worms  a.  Rh.,  Zehlendorf
  b.  Berlin,  Zeitz  Bez.  Merseburg,  Zittau  i.  S.,  Zwickau  i.  S.

Die  Zahl  der  Klassen  betrug  zu  dieser  Zeit  583  mit  11  918
Kindern  (6620  Knaben  und  5298  Mädchen).

Wie  schon  diese  Ziffern  ergeben,  sind  die  Hilfsklassen  im  allgemeinen
  schwach  besetzt,  durchschnittlich  mit  nicht  mehr  als  20
Kindern;  der  Unterricht  unterscheidet  sich  durch  Auswahl  der  leichteren
  und  unentbehrlichen  Stoffe  und  Gegenstände,  durch  langsames,
planmäßiges  Fortschreiten,  individuelle  Behandlung  des  einzelnen
Kindes,  reiche  Verwendung  von  Anschauungsmitteln,  Anleitung  der
Kinder  zu  praktischer  Betätigung  in  allen  Unterrichtsfächern  und  Aufnahme
  neuer  Unterrichtsgebiete  in  den  Lehrplan  von  dem  in  den