32  Wohlfahrtseinrichtungen.

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8  Präparandenanstalten  und  26  Lehrerseminare  (5  preußische,
9  sächsische,  3  hessische,  je  2  in  Württemberg  und  Baden  und  je  1
in  Anhalt,  Braunschweig,  Meiningen,  Reuß-Schleiz  und  Lübeck).  Von
den  geschlossenen  Lehr-  und  Erziehungsanstalten  haben  160  eigene
Schülerwerkstätten  eingerichtet,  nämlich:  46  Waisen-,  5  Rettungshäuser,
  52  Taubstummen-,  21  Blinden-  und  40  sonstige  Erziehungsanstalten,
  darunter  15  mit  höheren  Lehranstalten  verbundene  Internate.


Die  Mehrheit  dieser  Schulen  und  Anstalten  hat  den  Handfertigkeitsunterricht
  als  wahlfreien  Unterrichtsgegenstand  eingeführt,
in  einigen  Mittel-  und  Volksschulen  findet  auf  dieser  Grundlage  eine
fast  allseitige  Beteiligung  der  Schüler  statt;  dahingegen  betreiben
zahlreiche  geschlossene  Erziehungsanstalten  und  Hilfsschulen  den
Unterricht  obligatorisch.

Die  Arbeitsgegenstände,  welche  allgemein  zur  Anerkennung
und  methodischen  Durcharbeitung  gekommen  sind,  bilden  jetzt  eine
fest  begrenzte  Reihe,  und  in  der  Regel  waren  nur  äußere  Verhältnisse
  dafür  bestimmend,  wenn  einzelne  Arbeitsfächer  geringere  oder
umfangreichere  Aufnahme  gefunden  haben.  So  wird  die  mit  mäßigen
Mitteln  einzuführende  Holzschnitzerei  in  rund  610  Schülerwerkstätten
betrieben;  die  gleichfalls  nicht  zu  kostspielige  Papparbeit  hat  in  560  Werkstätten
  Eingang  gefunden,  und  der  schon  mehr  Geldmittel  erheischenden
Hobelbankarbeit  stehen  insgesamt  340  Arbeitsstätten  zur  Verfügung.
Die  noch  nicht  allgemein  interessierenden  Vorstufenarbeiten  sind  von
80,  die  Metallarbeiten  von  36  und  die  ländliche  Holzarbeit  ist  von
30  Körperschaften  eingeführt  worden.  Das  Modellieren  in  Ton  wird
in  15  Schülerwerkstätten  gepflegt,  scheint  sich  jedoch  neuerdings
mehr  Freunde  zu  erwerben.

Mannigfach  sind  die  Kombinationen  der  von  den  einzelnen
Schulen  eingeführten  Arbeitsfächer  untereinander.  Bemerkt  sei,  daf3
sich  rund  400  Arbeitsstätten  mit  einem  Arbeitsfache  begnügen,
während  300  je  zwei,  200  je  drei  und  der  Rest  vier  und  mehr
Arbeitsgegenstände  eingeführt  haben.

Das  Lehrpersonal  in  diesen  Handarbeitskursen  und  Werkstätten
bilden  gewöhnlich  Volksschullehrer,  welche  in  dem  Handfertigkeitsseminar
  in  Leipzig  oder  in  gelegentlichen  Lehrerkursen,  wie  sie  bis
jetzt  von  einigen  30  Handfertigkeitsschulen  in  fast  allen  Gauen
Deutschlands  veranstaltet  wurden,  ausgebildet  worden  sind.  Unter
den  deutschen  Städten,  welche  diesem  Unterrichtszweige  besonderes
Interesse  entgegengebracht  haben,  sind  zu  nennen:  Altona,  Barmen,