gu  Wohlfahrtseinrichtungen.

derselbe  Unterricht  für  Mädchen  seit  1894  eingeführt  ist,  gliedert  sich
das  gesamte  Baden  der  Schüler  in  drei  Gruppen:

1.  Die  Brausebäder.  Die  Zahl  der  in  dem  Etatsjahr  1901  von
den  Schulkindern  in  11  Anstalten  genommenen  Bäder  belief  sich
auf  101  681.

2.  Baden  und  Schwimmen  im  Main:  a;  Knaben.  Es  wurden
die  Knaben  der  vier  letzten  Schuljahre  der  Mittel-  und  Bürgerschulen
zur  Teilnahme  aufgefordert.  Von  4402  Schülern  meldeten  sich  3397.
Aus  diesen  wurden  (2  Abteilungen  gebildet.  Die  Aufsichtsführung
wurde  58  Lehrern  übertragen.  Jede  Abteilung  badete  wöchentlich
dreimal.  Die  durchschnittliche  Teilnahme  betrug  75,95  %,  der  Angemeldeten.
  Es  haben  nur  gebadet  397,  es  konnten  frei  schwimmen
1139,  es  erhielten  Schwimmunterricht  1863;  von  den  letzteren  lernten
frei  schwimmen  854  =  45,84  %,.  Von  den  Ostern  I%1  von  solchen
Schulen,  die  am  Baden  und  Schwimmen  im  Main  teilgenommen
haben,  aus  der  Schulpflicht  entlassenen  1109  Schülern  haben  sich  am
Baden  beteiligt  und  Schwimmunterricht  erhalten  884.  Hiervon  haben
das  Schwimmen  erlernt  716  =  80,99  %,.  —  b)  Mädchen.  Von  inssesamt
  3029  Schülerinnen  der  Oberklassen  meldeten  sich  1717.  Dieselben
  badeten  in  32  Abteilungen  wöchentlich  je  dreimal  unter  Äufsicht
  von  32  Lehrerinnen.  Die  Teilnahme  betrug  im  Durchschnitt
63,92  0/9.  Es  haben  nur  gebadet  165,  es  konnten  schon  schwimmen
377,  es  erhielten  Schwimmunterricht  1275;  von  den  letzteren  lernten
frei  schwimmen  354  =  26,11  %,.

Von  den  Ostern  1%W1  von  solchen  Schulen,  die  am  Baden  und
Schwimmen  im  Main  teilgenommen  haben,  aus  der  Schulpflicht  entlassenen
  750  Mädchen  haben  395  am  Baden  und  Schwimmen  teilgenommen.
  Von  diesen  haben  247  oder  62,53  0/,  das  Schwimmen
erlernt.

3.  Baden  im  Schwimmbad  (Hallenbad).  Einer  Anregung  der
Schwimmbad-Kommission  folgend,  genehmigte  die  Schuldeputation
nach  Maßgabe  der  verfügbaren  Mittel,  daß  die  oberen  Knabenklassen
der  Battonnschule,  Weißfrauenschule,  Domschule,  Lersnerschulk,
Merianschule  und  Karmeliterschule  —  Schulen  ohne  Brausebäder  —
im  \WVinterhalbjahr  das  Schwimmbad  benutzten.  Es  wurden  an
66  Schüler  insgesamt  5025  Bäder  abgeseben.

Im  Etat  von  1903  waren  20  000  M.  für  Baden  und  Schwimmen
der  Schüler  und  Schülerinnen  in  Frankfurt  a.  M.  in  Ansatz  gebracht.

Der  Schwimmunterricht  beginnt  besonders  dort,  wo  er  von
Volksschul-  oder  Turnlehrern  geleitet  wird,  in  neuerer  Zeit  meist  mit