Hiygienische  Wohlfahrtseinrichtungen.  8)

sicht  eines  Oberleiters  und  41  männlicher  und  37  weiblicher  Spielleiter.


Die  Kosten  für  den  Betrieb  beliefen  sich  in  dem  genannten
Jahre  auf  nahe  an  16000  M.

Unter  den  anderen  deutschen  Städten  sind  wegen  ihrer  Fürsorge
  für  das  Jugendspiel  besonders  folgende  zu  nennen:  Altona,
Augsburg,  Barmen,  Berlin,  Bielefeld,  Bremen,  Breslau,  Charlottenburg,
  Chemnitz,  Danzig,  Dortmund,  Dresden,  Düsseldorf,  "Elberfeld,
Frankfurt  a.  M.,  Freiberg,  Görlitz,  Hannover,  Hildesheim,  Kiel,  Leipzig,
Nürnberg,  Schöneberg,  Straßburg.

In  einer  Anzahl  von  größeren  Städten  hat  man  die  Veranstaltung
  der  Jugendspielkurse  für  ganz  besonders  nötig  in  den  Schulferien
  erachtet,  „um  den  Volksschülern,  welche  nicht  in  einer  Ferienkolonie
  oder  auf  sonstige  Weise  sich  eines  gesunden  Landaufenthaltes
  erfreuen  können,  Gelegenheit  zu  geben,  einen  Teil  derjenigen
Zeit,  welche  sie  sonst  in  dunstigen,  ungesunden  Wohnungen  oder
auf  engen  Straßen  und  Höfen  zubringen  würden,  in  frischer,  freier
Luft  bei  anregendem  Spiel  zu  verleben.“

Solche  Ferienspiele  wurden  beispielsweise  in  Hannover  bereits
im  Sommer  1891  veranstaltet.  Die  damals  eingerichteten  und  seitdem
  fortgesetzten  Spielkurse  erwiesen  sich  bald  als  eine  soziale  Notwendigkeit
  und  bewährten  sich  in  jeder  Hinsicht.  Im  Sommer  1902
spielten  die  Knaben  an  3  Wochentagen  von  9—11  Uhr  vormittags
auf  4  Schulhöfen  und  einem  Spielplatze,  die  Mädchen  auf  3  Schulhöfen
  an  denselben  Tagen  nachmittags  von  4—6.  Die  Aufsicht  über
die  Knaben  führten  6  Lehrer,  die  über  die  Mädchen  6  Lehrerinnen.
Am  Schluß  der  Ferien  wurden  auch  Ausflüge  in  die  Umgegend  der
Stadt  veranstaltet.

Die  im  Haushaltungsplanc  der  Stadt  Hannover  für  diese  Spielkurse
  in  Aussicht  genommene  Summe  beträgt  600  M.  jährlich.  Auch
in  Berlin  hat  man  kürzlich  mit  diesen  Ferienspielen  cinen  Versuch
gemacht.  Im  Etatsjahr  1901  wurden  10  Spielkurse,  8  auf  Schulhöfen
und  2  auf  Spielplätzen,  eingerichtet.  Es  wurde  während  der  Sommerferien
  täglich  von  10  Uhr  morgens  bis  8  Uhr  abends  unter  wechselnder
Aufsicht  gespielt.  Für  diesen  Zweck  war  eine  Summe  von  3000  M.
in  den  Etat  gestellt.  Für  die  im  Anschluts  an  diese  Spielkurse  mit
den  Teilnehmern  veranstalteten  Ausflüge  in  die  Umgegend  wurden
1300  M.  von  Privatleuten  zur  Verfügung  gestellt.

Im  Winter  wird  zum  Ersatz  für  die  wegfallenden  Bewegungsspiele
  an  vielen  Orten  den  Schulkindern  Gelegenheit  zum  Schlittschuh-