Andere  Wohlfahrtseinrichtungen.  0

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neuen  Seehafen,  dem  „Tidehafen“,  den  der  Hamburger  Staat  mit
einem  Kostenaufwande  von  7  Millionen  für  die  Amerika-Linie  erbaute.
Welch  ein  Treiben,  welch  ein  Leben  dort!

Die  „Deutschland“,  dieser  „Windhund  des  Ozeans“,  nahm  ihre
letzten  deutschen  Fahrgäste,  ihre  Kajüttenpassagiere  auf,  die  mit  der
„Unterelbischen  Eisenbahn“  von  Hamburg  gekommen,  da  ihnen  die
Elbfahrt  des  großen  Dampfers  (mit  halber  Kraft)  zu  langsam  geht.
Welch  ein  Gewoge  hinüber  und  herüber!  Welch  Riesenkörper,
dieser  neue  Salonschnelldampfer,  200  m  lang,  fast  2000  Menschen  beherbergend,
  nächtlich  von  2000  Lampen  erhellt,  von  33000  Pferdekräften
  bewegt,  ein  „Blitzzug  des  Ozeans‘!

Weiter  zum  alten  Hafen!  —  Da  stehen  wir  auf  der  „Alten  Liebe“,
der  weltbekannten,  altehrwürdigen  Landungsbrücke.  Wir  denken
daran,  wie  hier  vor  bald  200  Jahren  die  Hamburger  das  alte  Wrack
„Die  Liebe‘  versenkten  zum  Bollwerk  gegen  die  brandende  See,  die
trotz  der  ‚‚Stacks‘‘  die  Cuxhavener  Ufer  immer  wieder  zu  unterwühlen
drohte.  Am  Steindeich,  der  auf  die  obere  Plattform  hinaufführt,  betrachten
  wir  den  „Semaphor‘“  und  wissen,  daß  die  3  aufgezogenen
Flügel  „starken  Wind“  bedeuten.  An  der  „Signalstation  für  den
Schiffsmeldedienst‘  mit  ihrer  Station  für  drahtlose  Telegraphie  (,,‚Funkspruchapparate‘‘)
  vorüber  geht’s  weiter  zum  alten  Leuchtturm.  Eine
Karte  vom  Kommandeur  befugt  uns,  ihn  zu  besteigen  und  den
weiten  Rundblick  auf  See  und  Land  zu  genießen.  Indem  wir  das
„lelegraphenamt“  passieren,  erinnern  wir  uns,  daß  von  hier  aus
außer  der  oberirdischen  Leitung  ein  unterirdisches  Kabel  nach  Hamburg
  führt,  und  daß  ein  unterseeisches  Kabel  die  Verbindung  mit
Helgoland  unterhältl.e.  Am  Lotsenwachthaus  fällt  uns  ein,  daß  es
unsere  Hamburger  Seewarte  ist,  die  hierher  auf  telegraphischem
Wege  ihre  Sturmwarnungen  schickt.

Wir  kommen  an  den  „Fischerhafen“.  Eiswagen  der  Eisenbahn
stehen  bereit,  die  frische  Ausbeute  an  Seefischen  für  das  Binnenland
aufzunehmen,  während  für  Hamburgs  und  Altonas  große  Fischmärkte
Ewer  und  Dampfer  gefüllt  werden.

Auf  dem  Rücken  des  mächtigen  Seedeiches,  der  Hauptader  des
Cuxhavener  (Döser)  Badelebens,  immer  wieder  den  Blick  auf  das  belebte
  Meer  gewandt,  streben  wir  der  Kugelbake  zu.  Da  lagern  auf
der  Wasserseite  des  Deiches  im  Sonnenschein  Badegäste  in  großer
Zahl,  Damen,  Herren  und  Kinder.  Landeinwärts  liegen  Villen  und
Hötels  (Adolf  Woermanns,  unseres  Hamburger  Großreeders,  Lusthaus
  winkt  auch  herüber),  auch  die  Matrosen-Artilleriekaserne,  am