VII.  Der  Schiff-  und  Schiffsmaschinenbau.

Die  heutige  Abteilung  für  Schiff-  und  Schiffsmaschinenbau  an
der  Königlichen  Technischen  Hochschule  zu  Berlin,  die  einzige  derartigre
  Abteilung  an  sämtlichen  technischen  Hochschulen  des  deutschen
Reiches,  reicht  mit  ihren  Anfängen  in  das  Jahr  1860,  zurück.  Zu  dieser
Zeit  wurde  an  den  ehemaligen  Königlichen  Gewerbeinstitut  zu  Berlin
ein  Unterricht  für  Schiffbau  eingerichtet.  Im  Jahre  1874  wurde  cin  besonderer
  Unterricht  für  Schiffsmaschinenbau  hinzugefügt;  1879  gliederte
man  der  Abteilung  für  Maschineningenieunwesen  eine  besondere  „Sektion
für  Schiffbau“  an.  Erst  im  Jahre  1894  hat  sich  aus  dieser  Sektion  die
selbständige,  heute  bestehende  „Abteilung  für  Schiff-  und  Schiffsmaschinenbau“
  entwickelt.

Besonders  in  den  letzten  Jahren  war  die  Abteilung  durch  eine
tatkräftige  Förderung  seitens  des  Ministeriums  der  geistlichen,  Unterrichts-
  und  Medizinalangelegenheiten  imstande,  diejenige  Organisation
durchzuführen,  welche  den  berechtigten  Interessen  des  rasch  und
energisch  emporstrebenden  deutschen  Schiffbaucs  entsprach.

Im  Jahre  1897  wurde  die  etatsmäßige  Professur  für  Theorie  und
Entwerfen  von  Schiffen  besetzt.  Im  Jahre  I%W1  wurden  durch  den
preußischen  Etat  2  neue  Professuren,  eine  für  Maschinenlchre  und
Maschinenclemente,  die  zweite  für  Schiffsmaschinenbau  geschaffen.
Im  darauf  folgenden  Jahre  trat  eine  weitere  etatsmäßige  Professur  für
praktischen  Schiffbau  hinzu;  gleichzeitig  wurden  in  genannter  Zeit
besondere  Stellen  für  Hilfskräfte  geschaffen:  der  Lehrstuhl  für  Theorie
und  Entwerfen  von  Schiffen  erhielt  einen  Konstruktionsingenieur  und
einen  ständigen  Assistenten,  der  Lehrstuhl  für  Schiffsmaschinenbau
einen  Konstruktionsingenieur,  während  dem  Lehrstuhl  für  praktischen
Schiffbau  und  demjenigen  für  Maschinenlehre  und  Maschinenelemente
je  ein  ständiger  Assistent  zuerteilt  wurde.

In  der  Besetzung  der  gesamten  Lehrstühle  ist  während  der

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