Königl.  Preußische  technische  Hochschule  zu  Berlin.  183

4.  die  Abteilung  für  Schiff-  und  Schiffsmaschinenbau,

5.  für  Chemie  und  Hüttenkunde,

6.  für  Allgemeine  Wissenschaften,  insbesondere  für  Mathematik

und  Naturwissenschäften.

Neben  diesen  Abteilungen  sind  Institute,  \Verkstätten  und
Versuchsstationen  geschaffen,  welche  zur  Förderung  besonderer
wissenschaftlicher  Zwecke  bestimmt  sind.  Es  besteht  das  Elektrotechnische
  Laboratorium,  das  Maschinenlaboratoriuni,  das  Anorganische,
Elektrochemische,  Metallurgische,  Mlincralogisch-geologische,  das
Organische,  Photochemische  und  Technisch-chemische  l.aboratorium,
sowie  das  Physikalische  Institut.  Ferner  wurde  im  Jahre  1870  die
Mechanisch-technische  Versuchsanstalt  begründet,  welche  zur  Zeit  vier,
der  Metall-,  Baumaterialien-,  Papier-  und  Öl-Prüfung  sich  widmende
Sondcrabteilungen  umfaßt;  sie  hat  die  Aufgabe,  Versuche  im  allgemein
wissenschaftlichen  und  öffentlichen  Interesse  anzustellen  und  auf  Grund
von  Anträgen  der  Behörden  und  Privaten  Festigkeitsversuche  auszuführen.
  Mit  der  Hochschule  ist  auch  eine  mechanische  Werkstatt
verbunden,  welche  den  Zweck  verfolgt,  Arbeiten  für  die  technische
Hochschule  im  allgemeinen  und  namentlich  für  die  Instandhaltung  der
Sammlungen  zu  leisten,  auf  Antrag  der  Dozenten  die  IIerstellung  von
Lehrmitteln  usw.  auszuführen,  die  laufenden  Arbeiten  für  die
Mechanisch-technische  Versuchsanstalt  zu  besorgen  und  den  Studierenden
  gewisse  für  ihr  Fach  erforderliche  mechanische  Fertigkeiten  anzueignen.


Den  Studienzwecken  der  Hochschüler  dienen  ferner  Sammlungen,
die  gleichzeitig  vielfach  als  allgemeine  Bildungsmittel  in  weiteren
Kreisen  verwertet  werden.  Das  Beuth-Schinkel-Muscum  umfaßt  den
gesamten  Nachlaß  von  Zeichnungen  und  Entwürfen  Schinkels  und  hat
hohen  künstlerischen  Wert.  Es  besteht  ferner  das  Architektur-  und
Mineralogische  Museum,  die  Baumaterialien-,  Baumodell-,  Callenbach-,
Kincmatische,  Schiffsbau-,  Photochemische,  Physikalische  Sammlung,
die  Sammlung  von  Gipsabgüssen,  für  geodätische  Instrumente,
Straßenbau  und  Straßenbahnen,  Wasserbau,  Eisenkonstruktionen  der
Ingenieur-Hochbauten,  Fisenbahnbau,  ciserne  Brücken,  Eisenbahn-Maschinenbau
  und  TÄüsenbahnbetrieb,  mechanische  Technologie,  sowie
für  Ingenieur-  und  Maschinenwesen.

Die  Königl.  technische  Hochschule  zu  Berlin  sicht  sowohl  als
Gesamtinstitut,  als  auch  in  ihren  früheren  Sonderabteilungen  der  Bauund
  Gewerbeakademie  auf  cine  ersprießliche  und  ruhmreiche  Tätigkeit
zurück.  Sie  ist  en  verflochten  mit  der  Geschichte  des  deutschen