Königl.  Preußische  technische  llochschule  zu  Hannover.  193

untergebracht  war,  cin  eigenes  im  Florentiner  Stil  gehaltenes  Gebäude
nach  den  Plänen  des  Kriegsbaumeisters  Ebeling,  eines  Lehrers  der
Schule,  an  der  Georgstraße  im  Zentrum  der  Stadt  errichtet.

Während  in  der  ersten  Zeit  die  Wirksamkeit  der  Schule  sich
im  wesentlichen  auf  das  damalige  Königreich  Hannover  beschränkte,
gewann  sie  bald,  zunächst  als  höhere  Gewerbeschule,  dann  als  polytechnische
  Schule,  welche  amtliche  Benennung  sie  1847  erhielt,  eine
über  die  Grenzen  des  Königreiches,  ja  selbst  Deutschlands  „chende
Bedeutung  —  vergl.  Tabelle  —,  zumal  da  sie  Namen  wie  Christian
Moritz  Rühlmann  (geb.  1811,  F  1896),  dessen  auf  Grund  rastlosen
Sammelfleißes  erschienene  Werke  grundlegend  für  viele  moderne
Werke  gewesen  sind,  und  Konrad  Wilhelm  Hase,  geb.  1818,  7  1902,
den  Wicdererwecker  und  bahnbrechenden  Meister  der  Gotik,  aufzuweisen
  hatte.

Auch  später  noch  konnte  die  Anstalt  Autoritäten  zu  den  ihrigen
zählen,  wie  Wilhelm  Keck  (geb.  1841,  7  1900),  dessen  Bedeutung
am  besten  daraus  hervorgeht,  dafs  scine  Professur  für  Mechanik  nach
seinem  Tode  in  3  Lehrstühle  geteilt  werden  mußte,  und  Heinrich
Köhler  (geb.  1830,  7  1903),  den  gründlichen  Kenner  der  antiken
Baukunst  und  Renaissance.

Die  Grundlagen  der  heutigen  llochschule,  zu  welchem  Range
die  polytechnische  Schule  am  1.  April  1879  erhoben  wurde,  liegen
in  dem  am  27.  August  1880  crlassenen  Verfassungsstatute.  Hicrnach
hat  die  Hochschule  den  Zweck,  für  den  technischen  Beruf  im  Staatsund
  Gemeindedienst,  wie  im  industriellen  I.eben  die  höhere  Ausbildung
  zu  gewähren,  sowie  die  Wissenschaften  und  Künste  zu  pflegen,
welche  zu  dem  technischen  Unterrichtsgebiet  gehören.

Sie  steht  direkt  unter  dem  Minister  der  geistlichen,  Unterrichtsund
  Medizinalangelegenheiten,  der  sich  durch  den  jeweiligen  Oberpräsidenten
  der  Provinz  Hannover  als  Kommissar  vertreten  läßt.

Es  bestehen  folgende,  für  sich  cin  selbständiges  Ganze  bildende
Abteilungen:

t.  Di

2.  Die  Abteilung  für  Bauingeniceurwesen.

e  Abteilung  für  Architcktur.

De]

3.  Die  Abteilung  für  mechanisch-technische  Wissenschaften.
4.  Die  Abteilung  für  chemisch-technische  und  elektrotechnische
Wissenschaften.

m

.  Die  Abteilung  für  allgemeine  Wissenschaften,  insbesondere  für
Mathematik  und  Naturwissenschaften.

an

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