210  Die  einzelnen  technischen  Hochschulen,

denen  folgende  Fächer  gelehrt  wurden:  Architektur  nebst  Figurenund
  I.andschaftszeichnen,  Aquarellmalen,  Modellieren  und  Bossieren;
Baukonstruktionsichre,  Wasserbau,  Brückenbau,  Wege-,  Tunnel-  und
Eisenbahnbau;  Feldmessen  und  Geodäsie;  Maschinenkunde  und  deren
Hilfswissenschaften,  sowie  mechanische  Technologie;  Reine  und  technische
  Chemie,  Mineralogie  und  Hüttenkunde;  Mathematik,  darstellende
Geometrie,  Mechanik,  Physik  und  Nationalökonomic.

Dancben  aber  haben  auch  anfangs  schon  zeitweilig  allgemein
bildende  Fächer,  wie  Philosophie,  L.iteraturgeschichte  und  Fremdsprachen,
  Geographie,  IIygiene  u.  a.  durch  Privatdozenten  oder
außerordentliche  Lehrer  ihre  Vertretung  gefunden.  Allmählich  stellte
sich  dann  das  Bedürfnis  heraus,  durch  Trennung  einzelner  Lehraufträge
  die  behandelten  Gebiete  ausgicbiger  darzustellen  oder  neue
Gebiete  der  Technik  in  den  L.chrplan  durch  cigens  bestellte  Lehrkräfte
  einzuführen.  So  wurden  in  schneller  Folge  neue  Professuren
und  Dozenturcn  begründet,  und  viele  der  letzteren  mit  der  wachsenden
Bedeutung  ihres  Lehrgebiets  in  ctatsmäßige  Professuren  verwandelt.
Folgende  Professuren  und  Dozenturen  wurden  neu  eingerichtet:  1870
für  Hüttenkunde;  1872  für  Architektur;  1873  für  Lincar-  und
Maschinenzeichnen  und  für  Freihandzeichnen;  1875  für  praktische
Telegraphie;  1876  für  Kunstgeschichte  und  Ästhetik;  1880  für
organische  Chemie  und  für  Experimentalphysik,  für  ITüttenmaschinerkunde,
  sowie  anläßlich  der  Angliederung  des  Bergbaus  für  Bergbaukunde
  und  Bergrecht,  für  Markscheidekunde,  für  Paläontologie  und
Geognosie;  1882  für  allgemeine  und  organische  Chemie;  1883  für
Elektrotechnik;  1887  für  Mathematik;  1892  für  Bauingenicurwesen;
1895  für  Botanik;  1897  für  das  maschinentechnische  l.aboratorium;
1898  für  Elektrometallurgie;  1900  für  Statik  der  Hochbaukonstruktionen;
1902  für  Wasserbau  nach  der  kulturtechnischen,  gewerblichen  und
hygienischen  Richtung;  1903  für  Rechtswissenschaft.  Dadurch  ist  die
Zahl  der  Lehrkräfte  der  technischen  Hochschule  auf  80  gestiegen,
nämlich  224  etatsmäßige  Professoren,  9  Dozenten,  8  Privatdozenten
und  29  ständige  Assistenten.  Außerdem  kamen  1898  gelegentlich
der  Einrichtung  des  „zweijährigen  Kursus  für  }Handelswissenschaften“
2  Dozenten  im  Hauptamt  und  4  im  Nebenamt  hinzu,  erstere  für
Sprachen  und  kaufmännische  Technik,  letztere  für  Geographic,  Rechtswissenschaft
  und  Stenographic;  1902  ist  eine  neue  Dozentur  für
Sprachen  an  der  llandelshochschule  geschaffen,  sodaß?  nunmehr
3  Dozenten  im  Hauptamt  und  4  im  Nebenamt  an  der  Handelshochschule
  tätig  sind.  Damit  ist  die  Zahl  der  an  der  technischen  Hoch-