Die  Königl.  Preußische  technische  Hochschule  zu  Aachen.  &gt;11

schule  und  Handelshochschule  tätigen  Lehrkräfte  auf  87  angewachsen.
Von  jcher  hat  ein  ziemlich  starker  Wechsel  der  Dozenten  gerade  in
Aachen  stattgehabt.  Viele  Lehrkräfte,  die  man  mit  glücklicher  Hand
von  anderen  Hlochschulen  oder  aus  der  Praxis  herangezogen  hatte,
folgten  nach  kürzerer  oder  längerer  Zeit  chrenvollen  Berufungen  nach
auswärts;  manch  einer  der  heut  noch  lebenden  bekannten  I.chrer  der
technischen  und  Naturwissenschaften  hat  seine  Laufbahn  in  Aachen
begonnen.  —

Die  Zahl  der  Besucher  der  Aachener  llochschule  setzt  sich  aus
drei  verschiedenen  Klassen  zusammen:  die  Studierenden  müssen  den
satzungsmäßigen  Anforderungen  an  die  Vorbildung  entsprechen;  die
Hospitanten  sollen  im  Besitz  der  Berechtigung  zum  einjährig-freiwilligen
  Militärdienst  sein;  als  Gäste  werden  solche  Personen,  welche
ihrer  äußeren  I.ebensstellung  nach  nicht  als  Studierende  oder  Hospitanten
  eintreten  können,  zu  einzelnen  Vorlesungen  zugelassen.  Da  die
Anforderungen  hinsichtlich  der  Aufnahme  als  Studierender  mehrfach
gewechselt  haben  und  allmählich  immer  mehr  verschärft  sind,  so
ergibt  sich  ein  zutreffendes  Bild  der  Entwicklung  des  Besuchs  der
Hochschule  nur,  wenn  man  die  verschiedenen  Arten  der  Besucher
zusammenfaßt.  Nachdem  im  Eröffnungsjahr  223  Besucher  gezählt
waren,  stieg  der  Besuch  bis  1875/6  auf  463.  Zwei  äußere  Umstände,
die  schwere  wirtschaftliche  Erschütterung  der  Wer  Jahre  und  die
gegensätzliche  Stellung,  in  welche  die  Hochschule  durch  den  sogenannten
  Kulturkampf  zu  einem  Teil  der  Bevölkerung  der  westlichen
Provinzen  geraten  war,  verursachten  in  den  nächsten  Jahren  einen
Rückgang,  an  dem  alle  Abteilungen  ziemlich  gleichmäßig  beteiligt
waren,  bis  auf  144  im  Jahre  1882,3.  Von  da  an  hob  sich  der  Besuch
wieder  zuerst  allmählich,  dann  seit  1890/1  ın  außerordentlicher
Weise,  sodaß  im  Winter  1902/3  mit  828  Besuchern  die  Höchstzahl
erreicht  wurde:  verhältnismäßig  am  stärksten  haben  daran  die  Bergund
  Hüttenleute  und  die  Elcktrotechniker  teil.  Doch  scheint
mit  der  anhaltenden  wirtschaftlichen  Depression  nunmehr  ein  Stillstand
  und  vielleicht  sogar  wieder  ein  kleiner  Rückgang  sich  einzustellen.
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Der  Etat  der  Anstalt,  der  mit  12000  M.  jährlichen  Bedarfs
begann,  ist  inzwischen  auf  das  Vierfache  angewachsen.  Nach  den
wechselnden  Zahlen  des  Besuchs  ist  die  Summe,  die  auf  den  einzelnen
Besucher  entfällt,  cine  verschiedene:  Im  ersten  Jahr  betrug  sie  etwa
400  M.  auf  den  Kopf,  fiel  dann  auf  200  M.  und  erreichte  bei  sinkender
Besucherzahl  1882/3  ihren  IIochstand  mit  1900  M.  Seitdem  ist  sie

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