UA)  Die  einzelnen  technischen  Hochschulen.

1.  die  Prüfungen  für  das  Baufach,  und  zwar  a)  für  das  Hochbaufach,  b)  für  das
Rauingenieurfach,  c)  für  das  Maschineni  ieurfach;

2.  die  Prüfung  für  die  technischen  Ämter  im  Be  rg-,Hütten-  und  Salinenwesen;

3.  die  Prüfung  für  Apotheker;

4  „  »  „  Nahrungsmittelchemiker;
5,  »  „  das  realistische  Lehramt,  welch  lesztere  sich  in  eine
solche  für  Kandidaten  der  math  tisch-naturwi  haftlichen  und  eine  für  Kandidaten

1.12.  Liabsıli.r

der  Richtung  gliedert  und  aus  einer  ersten,  wissenschaftlichen,
und  e  einer  zweiten,  vorzugsweise  praktischen  Prüfung  besteht.

Durch  Vereinbarung  der  Regierungen  Württembergs,  Preußens,  Bayerns,  Sachseııs,
Badens,  Ilessens  und  Braunschweigs  ist  das  Studium  auf  den  technischen  Hlochschulen
dieser  Staaten  für  die  7.ulassung  zu  den  Staatsprüfungen  in  den  Fächern  des  Hochbau-,
Bauingenieur-  und  Maschi  wesens  als  gleichstehend  gegenseitig  anerkannt.

An  sämtlichen  Abteilungen  der  Technischen  Hochschule  werden  jährlich  Preisaufgaben
  gestellt  und  für  genügende  lösungen  Preise  vergeben  und  Belobungen
zuerkannt.

Aın  Ende  eines  jeden  Studienjahrs  wird  über  die  Ergebnisse  der  Verwaltung  der
Technischen  Hochschule  und  die  wichtigeren  Vorkommnisse  bei  derselben  ein  Jahresbericht
  ausgegeben,  sowie  ein  das  folgende  Studienjahr  umfassendes  Programm,
aus  welchem  das  wesentliche  über  die  Einrichtungen  der  Ilochschule,  die  Aufnahmebedingungen
  für  die  Studierenden,  der  Unterrichtsplan  und  die  Studienpläne  zu  ersehen
  sind.

Dem  Lehrkörper  der  Technischen  Hochschule  haben  von  der
Zeit  ihrer  Gründung  an  bis  zur  Gegenwart  stets  auch  solche  Mitglieder
  angehört,  welche  nicht  nur  als  hochgeschätzte  Lehrer  grofse
Erfolge  erzielt,  sondern  auch  als  hervorragende  Gelehrte,  Künstler
oder  Techniker  weit  über  die  Grenzen  des  engeren  und  weiteren
Vaterlandes  hinaus  sich  einen  bedeutenden  Namen  erworben  haben.
Von  diesen,  soweit  sie  aus  den  Reihen  der  Lebenden  geschieden
sind,  mögen  die  namhaftesten  nach  der  Zeit  ihrer  Wirksamkeit  an  der
Hochschule  nachstehend  genannt  sein.

G.  K.  Weitbrecht  (1796-1836),  Bildhauer,  war  von  1832  bis
zu  seinem  Tode  Professor  für  Zeichnen  und  Modellieren.

J.  M.  v.  Mauch  (1792—1856),  Architekt,  war  zuerst  Professor
am  K.  Gewerbeinstitut  in  Berlin  und  wurde  1839  an  die  damalige
Stuttgarter  Gewerbeschule  berufen.

H.  v.Fehling  (1811—  1885),  Chemiker,  erwarb  sich  während  sciner
von  1839—1883  dauernden  Wirksamkeit  an  der  Hochschule  große
Verdienste  um  die  Förderung  der  chemischen  Wissenschaft  und
um  die  Heranbildung  einer  bedeutenden  Anzahl  hervorragender
Schüler.

G.A.  Breymann  (1807—  1859)  wurde  nach  vielfacher  praktischer
Tätigkeit  in  Deutschland  und  Rußland  1840  zum  HilfsIchrer  und  1845
zum  Professor  der  Baukunde  an  der  Polytechnischen  Schule  in