Die  Königlich  Württembergische  technische  Hochschule  in  Stuttgart.  261

Stuttgart  ernannt.  Seine  „Allgemeine  Baukonstruktionslchre“  hat  viele
Auflagen  erlebt.

J-  B.  v.  Gugler  (1812—1880),  Mathematiker,  war  von  1843  bis
zu  seinem  Tode  Professor  der  analytischen  und  der  deskriptiven  Geometrie,
  für  die  er  balınbrechend  gewirkt  hat.

Josef  v.  Egle  (1818—18W%),  Architekt,  wirkte  von  18511857
an  der  Polytechnischen  Schule,  wurde  1857  zum  Hofbaumeister  und
1884  zum  Hofbaudircktor  ernannt.  Zu  den  von  ihm  ausgeführten
bedeutenden  Bauten  gehört  auch  das  Gebäude  der  Stuttgarter  Technischen
  Hochschule.  (1860—  18064).

K.  H.  A.  Holtzmann  (1811—1865)  wurde  1851  als  Professor
für  Physik  und  Mechanik  berufen,  welche  Stellung  er  bis  zu  seinem
Tode  bekleidete.  Unter  seinen  Schriften  verdient  besondere  Beachtung
  die  Abhandlung  „Über  die  Wärme  und  Elastizität  der  Gase
und  Dämpfe“  (18-44),  in  welcher  er,  ohne  die  bereits  1842  veröffentlichte,
  aber  wenig  beachtete  Abhandlung  von  Robert  Mayer  zu
kennen,  den  Satz  von  der  Äquivalenz  von  Arbeit  und  Wärme  verwendete
  und  das  mechanische  Wärmeäquivalent  berechnete.

P.  H.  v.  Zech  (1828—  1893)  war  von  1865—1890  Professor  für
Physik  und  Astronomie.  In  seinen  zahlreichen  Werken  über  Mathematik,
  Physik  und  Astronomie  betätigte  er  einc  eigene  Meisterschaft,
die  Ergebnisse  der  Forschung  in  klarer  und  anschaulicher  Darstellung
weiteren  Kreisen  zugänglich  zu  machen.

Johann  Gevurg  Fischer  (1816-1897),  als  deutscher  Dichter
rühmlichst  bekannt,  war  von  1856—1858  an  der  Polytechnischen
Schule  Dozent  für  deutsche  Sprache.

W.  B.  Bäumer  (1829—1895),  Architekt,  wurde  1858  zum  Professor
  ernannt.  Er  gründete  1863  die  Zeitschrift  „Gewerbehalle‘“  und
war  auch  sonst  vielfach  literarisch  und  als  ausführender  Architckt
tätig.  1870  siedelte  er  nach  Wien,  1884  nach  Straßburg  über.

Chr.  F.  v.  Leins  (1814—  1892),  Baudirektor,  wurde  1858  zum
Professor  der  Architektur  ernannt,  welche  Stellung  er  bis  zu  seinem
Tode  bekleidete.  Er  ist  Schöpfer  einer  Reihe  hervorragender  Bauten
in  Württemberg.

Dr.  W.  Lübke  (1826—1893),  angeschener  Kunsthistoriker,  war
1857—1861  Professor  an  der  Bauakademie  zu  Berlin,  1861—18B65  Professor
  der  Kunstgeschichte  und  Archäologie  am  Polytechnikum  in
Zürich  und  wurde  1865  an  das  Polytechnikum  und  die  Kunstschule