Die  Königlich  Preußische  Bergakademie  in  Berlin.  9

Außer  den  llörsälen,  den  Zeichen-  und  Markscheidersälen  sowie
den  chemischen  Laboratorien  sind  mit  der  Bergakademie  die  Bibliothek,
die  mechanische  Werkstätte  und  die  Sammlungen  und  Museen  verbunden.


Die  Bibliothek,  aus  der  vorher  erwähnten  Ministerial-Bergwerksbibliothek
  hervorgegangen,  zählt  65  000  Bände  und  2200  Kartenwerke.
Der  jährliche  Zuwachs  beläuft  sich  auf  7—800  Bände  und  150—180
Kartenblätter.  Mit  der  Bibliothek  ist  cin  I.csezimmer  verbunden,  in
welchem  die  neueren  Zeitschriften  ausliegen  und  die  in  der  Bibliothek
enthaltenen  Werke  während  bestimmter  Stunden  benutzt  werden
können.

Die  Sammlungen  sind  im  wesentlichen  folgende:

Eine  große  mineralogische  Hauptsammlung,  deren  besonders  für
das  Studium  geeignete  Proben  in  Glaskästen  aufgestellt  sind.  Sie
enthält  eine  systematische  Sammlung,  eine  Anzahl  von  örtlichen
Sammlungen,  cine  Kristallsamnilung  und  eine  Schmucksteinsanımlung.
Daneben  besteht  eine  mincralogische  Lehrsammlung  mit  etwa  7000
Stück  kennzeichnender  Proben,  welche  sich  in  cine  Kennzeichensammlung,
  eine  Kristallsammlung  und  eine  systematische  Mineraliensammlung
  gliedert.  Ferner  gibt  es  eine  mineralogische  Übungssammlung,
  welche  von  den  Studierenden  bei  den  Übungen  benutzt
werden  kann,  und  eine  Repetitionssammlung  mit  etwa  350  Modellen,
550  Kristallen  und  2300  systematisch  geordneten  Mincralien,  dic  den
Studierenden  zu  jeder  Zeit  zur  freien  Benutzung  zugänglich  sind.

Unter  den  geologischen  Sammlungen  nimmt  das  geologische
I.andesmuseum  die  erste  Stelle  ein.  Es  füllt  12  Säle  im  ersten  Stockwerk
  des  (sebäudes  und  ist  nach  den  verschiedenen  Landesteilen
Preußens  und  der  benachbarten  Staaten  geordnet,  ebenfalls  mit
Schaukästen  verschen  und  mit  Übersichts-  und  Sonder-Karten  ausgerüstet.
  Daran  schließt  sich  die  Lehrsammlung  für  allgemeine
Geologie,  die  bei  den  entsprechenden  Vorlesungen  benutzt  wird,  die
I.chrsammlung  für  besondere  Geologie  mit  kennzeichnenden  Gesteinen
und  Versteinerungen  der  geologischen  Formationen  und  die  Sammlung
geologischer  Karten,  ferner  die  geognostische  Repetitionssammlung,
welche  Leitversteinerungen,  nach  Formationen  geordnet,  enthält,  und
die  Lehr-  und  Übungssammlung  für  Paläontologie,  welche  die
wichtigsten  fossilen  Tierreste  umfaßt.  Ferner  die  paläobotanische
Hauptsammlung  mit  den  fossilen  Pflanzen  sämtlicher  geologischen
Formationen,  die  paläobotanische  I.chrsammlung  und  die  paläobotanische
  Übungssammlung  für  die  Studierenden.  Außerdem  stehen