52  Die  Forstakademien.

Rufe  als  Professor  der  Forstwissenschaft  an  der  Universität  München
gefolgt  war.

An  die  Stelle  Hartigs  trat  Professor  Dr.  Brefeld,  an  die  Stelle
Bernhardts  Oberförster  Wcise,  jetziger  Direktor  der  Preußischen
Forstakademie  Münden.  Die  Zahl  der  forstlichen  Dozenten  wurde
weiterhin  noch  wesentlich  vermehrt,  entsprechend  den  an  Bedeutung
und  Umfang  gewachsenen  Einzeldisziplinen  der  Forstwissenschaft.
Insbesondere  wurden  den  in  der  Praxis  tätigen  Revierverwaltern  der
Lehroberförstereien  Eberswalde,  Biesenthal  und  Chorin  forstliche  Vorlesungen
  übertragen;  es  fand  somit  eine  Verbindung  des  wissenschaftlichen
  Unterrichts  mit  der  praktischen  wirtschaftlichen  und  verwaltenden
Tätigkeit  im  Walde  statt.

Nach  v.  Hagens  Tod  am  10.  September  1880  wurde  der  Oberlandforstmeister
  Ulrici  zum  Kurator  der  Akademie  bestellt,  welchem
1885  Donner  und  191  \Wcsener  folgte.

Im  Jahre  1881  trat  der  Öberförster  Zeising  als  Dozent  der
Forstwissenschaften  hinzu.  Nachdem  Weise  im  Jahre  1883  einem
Ruf  an  die  technische  Hochschule  zu  Karlsruhe  gefolgt  war,  wurde
die  forsttechnische  Abteilung  der  Versuchsstation  '  zunächst  konmissarisch
  durch  Hellwig  und  von  Alten  geleitet,  bis  im  Jahre  1886
Dr.  Schwappach,  zugleich  als  Professor  der  Forstwissenschaft,  an
dicsce  Stelle  berufen  wurde,  welche  er  heute  noch  bekleidet.  An  die
Stelle  Brefelds,  welcher  einem  Ruf  nach  Münster  i.  W.  gefolgt  war,
trat  1884  Professor  Dr.  Luerssen,  an  dessen  Stelle  1888  Professor
Dr.  Schwarz  für  den  botanischen  Unterricht.  Im  Jahre  1888  übernahm
  Dr.  Kienitz  als  Nachfolger  Bandos  die  Oberförsterei  Chorin
und  die  mit  dieser  Stelle  verbundenen  forstlichen  Vorlesungen.

In  die  Stelle  Dr.  Counclers,  welcher  seit  1880  als  Lehrer  der
forstlichen  Bodenkunde  tätig  gewesen  war,  trat  Dr.  Ramann  im
Jahre  1886.  Im  Jahre  1900  folgte  der  letztere  einem  Ruf  an  die
Universität  München  als  Nachfolger  Ebermeyers.  Sein  Nachfolger
Dr.  Schmidt  erhielt  schon  bald  (1901)  einen  Ruf  an  die  Universität
Erlangen,  und  seitdem  wird  die  forstliche  Bodenkunde  durch  Professor
Dr.  Albert  vertreten.

Im  Jahre  1896  übernahm  der  Oberförster  Dr.  Möller  die  Oberförsterei
  Eberswalde  und  die  forstlichen  Vorlesungen  Runnebaums.
Schon  im  Jahre  1899  trat  cin  abermaliger  Wechsel  ein,  indem
Dr.  Möller  als  Professor  die  Leitung  der  neu  begründeten  mykologischen
  Abteilung  der  forstlichen  Versuchsstation  übernahm.
Sein  Nachfolger  in  der  Oberförsterei  Eberswalde  wurde  der  Forst-