150  Tierärztliche  Hochschulen.

für  das  physiologische  und  pharmakologische  Institut,  erstand  im
Jahre  1891.  Hierauf  folgte  dann  von  1896—19%00  der  Neubau  der
beiden  Kliniken  für  große  Haustiere;  beide  stehen  durch  cinen  großen
Mittelbau  in  Verbindung,  in  dessen  1.  und  2.  Stock  Hörsäle,
Bibliothek,  Tierzucht-,  botanisches  und  zoologisches  Institut  untergebracht
sind.  Im  Jahre  1902  konnten  an  Neubauten  das  Spital  für  kleine
Haustiere  und  die  Lehrschmiede  dem  Betriebe  übergeben  werden,
alles  Gebäude  von  verhältnismäßig  großer,  räumlicher  Ausdehnung
und  größtenteils  geradezu  musterhafter  innerer  Einrichtung.  Auch
die  übrigen  jetzt  noch  vorhandenen  älteren  Gebäude  sollen  in  absehbarer
  Zeit  durch  zweckentsprechendere  Neubauten  ersetzt  werden.

Welch’  mächtigen  Aufschwung  die  Hochschule  insbesondere  in

der  letzten  Zeit  genommen  hat,  dürfte  aus  nachfolgenden  Notizen
ersichtlich  werden.

Die  Anstalt  besitzt  gegenwärtig  an  Instituten  mit  Personal:

1.  Botanisches  Institut:  1  Professor,  1  Diener.

2.  Zoologisches  Institut  mit  biologischer  Versuchsstation  für  Fischerei:  1  Professor,
2  Assistenten,  1  Diener.

.  Anatomisches  Institnt:  1  Professor,  1  Prosektor,  1  Dieier.

.  Physiologisches  Institut:  1  Professor,  1  Assistent,  1  Diener.

.  Pharmakologisches  Institut:  1  Professor,  1  Assistent,  1  Diener.

Pathologisch-bakteriologiscl  Institut:  1  Professor,  2  Assistenten,  1  Diener,

1  Hilfsdiener,

.  Medizinische  Klinik:  1  Professor,  2  Assistenten,  3  Diener.

.  Chirurgische  Klinik:  1  Professor,  2  Assistenten,  3  Diener.

.  Ambulatorische  Klinik,  Ilundeklinik,  Institut  zur  Untersuchung  auf  Müngel:
1  Professor,  1  Hilfsassistent,  1  Ilüßdiener.

10.  Institut  für  Geburtshilfe  und  Tierzucht:  1  Professor,  1  Assistent,  1  Diener.

11.  Lehrschmiede:  1  Beschlaglehrer  (Titularprofessor),  2  Assistenten,  2  Vorschmiede,

1  Diener.

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Ferner  halten  noch  der  Direktor  des  Münchener  Schlachthofes  und  3  Professoren
der  technischen  Hochschule  Vorlesungen  bezw.  Übungen  für  die  Studierenden  der  tierärztlichen
  Hochschule  ab.

Dies  der  Stand  von  1903;  der  von  1890  dagegen  ergibt  nur:

1.  Anatomische  Abteilung:  1  Professor,  1  Prosektor,  1  Diener.

2.  Pathologische  Abteilung  mit  Seuchenversuchsstation:  1  Professor,  1  Assistent,
1  Diener.

3.  und  4.  Kliniken:  2  Professoren,  2  Assistenten,  3  Diener.

5.  Abteilung  für  die  pl  tisch
Geburtshilfe:  9  Professor,  1  Assistent,  1  Diener.

6.  Professur  für  Physiologie.

7.  Professur  für  Botanik  und  Zoologie.

8.  Lehrschmiede:  1  Beschlaglchrer,  1  Assistent,  2  Vorschmiede.

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Fächer,  sowie  Tierzucht  und

Fleischbeschan  wurde  im  Schlachthof  (seit  1852),  Chemie  und  Physik  an  Jer
technischen  THochschnie  (seit  1879)  gehört.