Die  Königl.  Württembergische  tierärztliche  Hochschule  in  Stuttgart.  161

einige  weitere  Dienst-  und  Wohnzimmer  für  Assistenten  und  Unterbeamte.
  Im  südwestlichen  Endteil  des  Hauptgebäudes  nebst  den  anstoßenden
  Parterrelokalen  ist  das  physiologische  Institut  und  ein
Hörsaal  für  theoretische  Fächer  untergebracht,  während  das  entgegengesetzte
  Ende  des  langausgezogenen  Gebäudes  die  Schmiedewerkstatt
und  -Sammlung  beherbergt.  Die  südwestliche  Hälfte  des  Gesamtareals,
  welche  hierzu  durch  den  an  die  technische  Hochschule  angegliederten
  botanischen  Garten  in  der  Größe  des  vierten  Viertels
des  oben  näher  ausgezeichneten  Flächenraums  ergänzt  wird,  trägt  ein
mit  dem  Hauptgebäude  parallel  gestelltes  Stallgebäude,  das  cinesteils
außer  einen  Warte-  und  einem  Untersuchungszimmer  in  4  getrennten
Räumen  die  Patienten  der  medizinischen  Hundeklinik  und  die  hautkranken
  kleinen  Haustiere  in  sachgemäßer  Verteilung  aufnimmt,
in  Kasten-  und  l.aufständen  seuchenkranken  Pferden  passende  Unterkunft
  bietet.  Wieder  parallel  mit  diesen  Gebäude,  von  ihm  aber
durch  den  die  wichtigsten  Arznei-  und  Giftpflanzen  zeigenden  Teil
des  botanischen  Gartens  getrennt,  zieht  sich  das  cbenfalls  lange,
wenig  tiefe  Gebäude  des  chemischen  und  physikalischen  Instituts  dahin,
  das  in  scinem  Erdgeschoß  den  Hörsaal,  die  Dienst-  und  Arbeitsräume
der  Beamten,  in  seinen  Stockaufsätzen  ein  Übungslaboratorium,  einen
Sammlungssaal  und  einen  weiteren  Hörsaal  birgt.  In  gleicher  Flucht
mit  dem  vorheraufgeführten  Stallgebäude  fügen  sich  dem  fraglichen
Teile  des  Areals  am  südwestlichen  Ende  noch  der  für  die  Aufnahme
von  4  Kühen  und  deren  Wartesaal  bestimmte  Gebärstall  und  am
nordwestlichen  Ende  der  Sektionsraum  mit  seinen  Zubehören  je  in
besonderen  kleinen  Schuppenbauten  ein.  Ihren  Abschluß  findet  die
sudwestliche  Hälfte  des  Grundstücks  einerseits  mit  dem  älteren  Bau
der  chirurgischen  Hundeklinik,  cinem  Halbrund,  an  dessen  Peripherie
in  der  Mitte  der  wohleingerichtete  Operationssaal  und  seitlich  zwei
Ausläufe  für  die  Hunde  angefügt  sind,  andererseits  mit  dem  neuen
Anatomiegebäude.  Dieses  gewährt  dem  anatomischen  und  pathologischen
  Institut  in  seinen  Mauern  Aufnahme;  der  amphitheatralische
Hörsaal  bildet  einen  kleinen,  mit  Ober-  und  Seitenlicht  ausgestatteten
Anbau  des  die  beiden  vorspringenden  Seitenflügel  verbindenden
Mittelteils;  in  dem  Erdgeschoß  des  Gebäudes  liegen  nächst  einem
größeren  und  kleineren  Präpariersaal  die  von  Norden  her  belichteten
Arbeitszimmer  des  Vorstands  und  Prosektors  u.  a.;  im  ersten  Stockwerk
  befinden  sich  außer  den  Arbeitsräumen  für  den  Vorstand  und
Assistenten  des  pathologischen  Instituts  je  ein  großer  Sammlungssaal
für  das  anatomische  und  pathologische  Institut,  zu  deren  Vervoll-Das

  Unterrichtswesen  im  Deutschen  Reich.  IV.  2.  11