176  Handelshochschulen.

Mit  der  Hochschule  ist  eine  Reihe  von  Sammlungen  verbunden.

In  erster  Linie  gliedert  sich  an  dieselbe  eine  umfassend  geplante
Hochschulbibliothek,  die  heute  noch  vorwiegend  den  Dozenten  und
Studierenden  bei  wissenschaftlichen  Arbeiten  dient,  aber  mit  der  Zeit
auch  darüber  hinaus  systematisch  zu  einer  umfassenden  Spezialbibliothek
für  Handel  und  Industrie  ausgestaltet  werden  soll.  Zu  ihrem  Ausbau
und  zur  Verwaltung  ist  ein  volkswirtschaftlich  vorgebildeter  Bibliothekar
angestellt;  für  die  Neubeschaffung  von  Büchern  steht,  nachdem  durch
einmalige  außerordentliche  Aufwendungen  und  Schenkungen  bereits
eine  gute  Grundlage  gewonnen  ist,  ein  regelmäßiger  Jahresbetrag  von
10000  M.  zur  Verfügung.  Neben  den  Büchern  wird  den  Zeitschriften
eine  besondere  Aufmerksamkeit  gewidmet.  Der  zur  Bibliothek
gehörige  Lesesaal  weist  bereits  jetzt  eine  solche  Fülle  periodischer
Veröffentlichungen,  insbesondere  aus  dem  Gebiete  des  Handels  und
der  Industrie,  auf,  wie  sie  nur  an  wenigen  Bibliotheken  ähnlich  sich
vorfindet;  30  Tagesblätter  sowie  mehr  als  150  Fachzeitschriften  aus
allen  Ländern,  die  im  Welthandel  eine  Rolle  spielen,  liegen  in  ihm
aus,  ferner  die  Jahresberichte  fast  aller  Handelskammern  Deutschlands,
die  Veröffentlichungen  der  meisten  staatlichen  und  städtischen
statistischen  Ämter  und  die  Berichte  zahlreicher  wirtschaftlicher  Vereine,
Erwerbsgesellschaften  und  großer  Unternehmungen,  die  systematisch
gesammelt  und  verwertet  werden.  Die  Bibliothek  zählt  bereits  jetzt
mehr  als  7000  Bände.  Außerdem  stehen  den  Studierenden  die  große
Cölner  Stadtbibliothek  und  (durch  Vermittlung  der  Hochschulbibliothek)
die  Bonner  Uhniversitätsbibliothek  sowie  die  Bibliotheken  mehrerer
wissenschaftlicher  Vereine  in  Cöln  unentgeltlich  zur  Verfügung.

Auch  eine  Sammlung  von  Lehrmitteln  ist  begründet  worden.
Sie  dient  hauptsächlich  dem  naturwissenschaftlich-technischen  Unterricht
  sowie  dem  Unterricht  in  der  Warenkunde;  für  den  Unterricht  in
der  Chemie  ist  ein  Laboratorium  eingerichtet  und  ein  wissenschaftlicher
  Assistent  angestellt.  Durch  größere  einmalige  Aufwendungen
und  zahlreiche  wertvolle  Schenkungen  sind  auch  diese  Sammlungen
bereits  gut  ausgestaltet  worden.

Ferner  ist  die  Einrichtung  eines  mit  der  Hochschule  verbundenen
Handelsmuseums,  für  das  die  Cölner  Handelskammer  eine  Summe
von  jährlich  10000  M.,  zunächst  auf  5  Jahre,  bewilligt  hat,  begonnen
worden.

Wie  sonst  an  den  deutschen  Universitäten  besteht  auch  an
der  Handelshochschule  eine  akademische  Krankenkasse  für  die  Studierenden.
