1%  Handelshochschulen.

Als  Bibliothek  der  Akademie  dient  in  erster  Linie  die  Stadtbibliothek,
  deren  Etat  schon  vor  Eröffnung  der  Akademie  zwecks
Vermehrung  der  Bestände  in  den  staatswissenschaftlichen  Fächern  erheblich
  höher  dotiert  wurde,  und  bezüglich  der  ncusprachlichen  Fächer
die  Freiherrlich  Karl  von  Rothschildsche  Bibliothek,  welche  auf  die
Bedürfnisse  der  Akademie  auf  diesem  Gebicte  besondere  Rücksicht
nehmen  wird.  Im  Gebäude  der  Akademie  selbst  befinden  sich  drei
Handbibliotheken,  die  des  allgemeinen  Lesezimmers,  der  vereinigten
staats-  und  handelswissenschaftlichen  Seminare  und  des  neusprachlichen
  Seminars.

An  Lohrmitteln  stechen  der  Akademie  neben  ciner  eigenen
kleinen  Sammlung  zur  Verfügung  die  des  physikalischen  Vereins,
des  bei  der  Handelskammer  cingcerichteten  kleinen  Handelsmuseums
und  die  Handbibliothek  des  städtischen  statistischen  Amtes,  sowie  das
Archiv  des  neugegründeten  sozialen  Museums  und  der  Gesellschaft
für  wirtschaftliche  Ausbildung.

Die  Akademie  befindet  sich  mit  ihren  Verwaltungsräumen,  fünf
Hörsälen  und  Sceminareinrichtungen  noch  in  gemicteten  Räumen,
und  zwar  in  einem  dem  Institut  für  Gemeinwohl  gehörigen  Gebäude.
Außerhalb  stehen  das  chemische  l.aboratorium  und  der  Hörsaal  des
physikalischen  Vereins,  mit  welchem  ein  besonderer  Vertrag  wegen
Mitwirkung  seiner  Dozenten  an  der  Lehrtätigkeit  der  Akademie  besteht,
  zu  Gebote.  Es  steht  zu  erwarten,  daß  die  Akademie  im  Verlaufe
  von  etwa  zwei  Jahren  in  ein  würdiges  Heim  einziehen  kann,
welches  dadurch  gewonnen  werden  wird,  daß  das  aus  Mitteln  der
Jügelstiftung  zu  errichtende  geräumige  Auditoriengebäude  (Jügelhaus)
nach  der  erwähnten  Vereinbarung  auch  der  Akademie  dienen  soll.

IV.  Zulassungsbedingungen  und  Unterrichtsgeld.

Die  Teilnchmer  an  den  Vorlesungen  der  Akademie  zerfallen  in
solche,  welche  sich  als  Besucher  mindestens  ein  Semester  den  Studien
an  der  Akademie  widmen  wollen  und  zu  diesem  mindestens  8  Wochenstunden
  belegen,  und  solche,  welche  sich  nur  an  einzelnen  Vor-Iesungen
  beteiligen  wollen  (llospitanten).  Neben  Personen  mit
akademischer  Vorbildung  und  Abiturienten  der  höheren  deutschen
Lehranstalten  werden  als  Besucher  und  Hlospitanten  zugelassen  bereits
beruflich  tätige  Personen,  welche  im  Deutschen  Reiche  die  Berechtigung
  zum  einjährig-freiwilligen  Dienst  erworben  haben,  seminarisch
  gebildete  Lehrer  nach  bestandener  zweiter  Prüfung  und