Lehranstalten  für  Musik.  217

Besuch:
Wintersemester  1900/1  13,  Sommersemester  1901  14  Studierende,
»  101/72  21,  »  1902  23  „
»  1902/3  24,  „  1903  21  „

Etat:  Einnahme  1902:  13830  M.  Ausgabe:  11854  M.  50  Pf.
Unter  den  Einnahmen:  13410  M.  Staatszuschuß,  240  M.  eigene  Einnahmen.
  Unter  den  Ausgaben:  10980  M.  für  Besoldungen  usw.,
1025  M.  für  Studienunterstützungen  und  Prämien.

Stipendien:  aus  Etatsmitteln.

3.  Königliches  akadcmisches  Institut  für  Kirchenmusik  zu
Berlin  in  Charlottenburg.

1822  gegründet,  seit  1875  der  Akademie  der  Künste  angegliedert.

Verwaltung:  ein  Direktor.

Ziel:  Ausbildung  von  ÖOrganisten,  Kantoren,  Chordirigenten
und  Musiklehrern  für  höhere  Lehranstalten,  besonders  für  Schullehrerseminare
  (Besuch  unentgeltlich,  die  Zahl  der  Schüler  soll  20  nicht
übersteigen).

Lehrplan:  Orgel,  Klavier,  Violine,  Harmonie,  Kontrapunkt,
Formenlehre,  Gesang,  Orgelstruktur,  gregorianischer  Gesang.

Lehrkörper:  ein  Dircktor,  fünf  Lehrer.

Besuch:  Wintersemester  1900/1  20  Schüler,  5  Hospitanten,
Sommersemester  1%1  20  »  3  »
Wintersemester  11/2  19  »  B)  »
Sommersemester  102  20  „  4  „
Wintersemester  1902/3  20  »  2  »

Etat:  Einnahme  1902:  21  922  M.  48  Pf,  Ausgaben:  19893  M.

14  Pf.  Unter  der  Einnahme:  21022  M.  67  Pf.  Staatszuschuß.  Unter
der  Ausgabe:  16435  M.  67  Pf.  für  Besoldungen  usw.,  600  M.  für
Stipendien  und  Prämien.

Stipendien:  Hauptstiftung,  zu  Stipendien  und  Unterstützungen  an  bedürftige
Schüler.

4.  Königliche  Akademie  der  Tonkunst  in  München.

Die  Anstalt  bestand  von  Oktober  1846  bis  August  1865  als  Konservatorium
  für  Musik  unter  staatlicher  Leitung,  wurde  im  Oktober
1867  als  Musikschule  reorganisiert  und  der  Königlichen  Hofmusikintendanz
  unterstellt,  im  Oktober  1874  wieder  vom  Staat  übernommen