218  Kunsthochschulen.

und  von  diesem  1892  zur  Akademie  der  Tonkunst  erhoben  (Statut
vom  18.  Juli  1892).

Verwaltung:  ein  Direktor.

Zicl:  Ausbildung  zum  Berufe  von  Künstlern  und  Lehrern  auf
den  Gesamtgebicte  der  Musik.

l.chrplan:  Klavierspiel,  Orgelspiel,  Orchesterinstrumente,  Sologesang
  (einschlicßlich  Konzert-  und  Bühnengesang),  Chorgesang,
Darstellungskunst  auf  der  Bühne,  Musiktheorie  und  Kompositionslchre,
Musikgeschichte,  italienische  Sprache,  Tanzen,  lechten,  Exerzieren,
Kontrapunkt  für  Orgelschüler  usw.

l.chrkörper:  I  Direktor,  2  Inspektoren,  39  I.chrer  und  l.chrerinnen.


Ktat:  rund  130000  M.  (darunter  55000  M.  Staatszuschuß).

Besuch:  1900/1  291  Studierende,  Eleven  und  Elevinnen,

1901/2  316  »  „  „  „
1902/3  317  „  „  ”  ”»

5.  Königliche  Musikschule  in  Würzburg.

Sie  ist  die  älteste  Musikschule  Deutschlands  und  wurde  1804
als  Universitätsmusikinstitut  gegründet,  steht  seit  1820  unter  staatlicher
  Aufsicht  und  besitzt  ihre  gegenwärtige  Verfassung  seit  1875.

Verwaltung:  ein  Direktor.

Ziel:  gründliche  Ausbildung  von  Personen  beiderlei  Geschlechts
in  allen  praktischen  und  theoretischen  Zweigen  der  Tonkunst  (die
Angehörigen  der  Universität,  der  Studienanstalt  und  des  Schullehrerseminars
  erhalten  unentgeltlichen  Unterricht).

l.ehrplan:  Chor-  und  Sologesang,  Klavier,  Orgel,  Harfe,  sämtliche
  OÖrchesterinstrumente,  Zusammenspicl,  Theorie,  kunstwissenschaftliche
  Vorlesungen  usw.

Lehrkörper:  |  Direktor,  6  Professoren,  12  Lehrer.

Besuch:

1894/55  220  Musikschüler  und  -schülerinnen,  59  Chorhospitantinnen,
477  Hospitanten  (Angehörige  obengenannter  Anstalten),

1902/3  218  Musikschüler  und  -schülcrinnen,  27  Chorhospitantinnen,
676  Hospitanten  (Angehörige  obengenannter  Anstalten).