I.  Europa.  809  52.  Rußland.

6.  Kapitel.  Über  den  Titel  seiner  Kaiserlichen  Majestät  und  über  das  staatliche  Wappen.

Art.  59.  Der  volle  Titel  seiner  Kaiserlichen  Majestät  ist  der  folgende:  ‚Von.
Gottes  helfenden  Gnaden  wir  NN.,  Allrussischer  Kaiser  und  Selbstherrscher  von
Moskau,  von  Kiew,  von  Wladimir,  "on  Nowgorod;  Zar  von  Kasan,  Zar  von  Astrachan,
Zar  von  Polen,  Zar  von  Sibirien,  Zar  vom  taurischen  Chersones,  Zar  von  Grusien;
Herr  von  Pskow  und  Großfürst  von  Smolensk,  von  Lithauen,  von  Wolhynien,  von
Podolien  und  von  Finland;  Fürst  von  Esthland,  Livland,  Kurland  und  Semgalen,
von  Samogit,  von  Bielostock,  Korel,  Twer,  Jugor,  Perm,  Wiatka,  Bulgarien  und
anderer;  Herrscher  und  Großfürst  vom  niederländischen  Nowgorod,  von  Tschernigow  ;
Herr  von  Rjasan,  Polotsk,  Rostow,  Jaroslaw,  Belosersk,  Udorsk,  Obdersk,  Kondisk,
Witebsk,  Mstislaw  und  des  ganzen  Nordgebietes;  und  Herrscher  der  Gebiete  Iwersk,
Kartalinsk  und  Kabardinsk  und  der  armenischen  Bezirke;  der  tscherkessischen,
gorsschen  Bergfürsten  und  anderer  erblicher  Herrscher  und  Gebieter;  Herr  von  Turkestan;
  Erbe  von  Norwegen,  Herzog  von  Schleswig-Holstein,  von  Stormarn,  Dithmarschen
  und  Oldenburg  etc.  ete.““!

Art.  60.  In  einigen,  durch  das  Gesetz  bestimmten  Fällen  wird  dieser  Titel
der  Kaiserlichen  Majestät  abgekürzt  geschrieben:  ‚Von  Gottes  helfenden  Gnaden
NN.,  Allrussischer  Kaiser  und  Selbstherrscher  von  Moskau,  von  Kiew,  von  Wladimir,
von  Nowgorod;  Zar  von  Kasan,  Zar  von  Astrachan,  Zar  von  Polen,  Zar  von  Sibirien,
Zar  vom  taurischen  Chersones,  Zar  von  Grusien,  Großfürst  von  Finland  etc.  etc.“

In  anderen,  auch  durch  das  Gesetz  bestimmten  Fällen,  wird  der  kurze  Titel
der  kaiserlichen  Majestät  in  folgender  Form  gebraucht:  ‚Von  Gottes  Gnaden  Wir
NN.  Allrussischer  Kaiser  und  Selbstherrscher,  Zar  von  Polen,  Großfürst  von  Finland
  etc.  ete.‘“?

Art.  61.  Das  russische  Staatswappen  besteht  in  einem  schwarzen,  zweiköpfigen
Adler  in  einem  goldenen  Schilde,  von  zwei  Kaiserkronen  gekrönt,  über  welchen  sich
eine  dritte  größere  befindet,  versehen  mit  den  zwei  flatternden  Enden  des  Ordensbandes
  vom  heiligen  Andreas.  Der  Adler  hält  ein  goldenes  Szepter  und  den  Apfel.
Auf  der  Brust  des  Adlers  befindet  sich  das  Wappen  von  Moskau;  auf  dem  Purpurschild
  ist  der  heilige  Georg  zu  Pferde,  welcher  mit  einer  goldenen  Lanze  den  Drachen
überwindet.

In  dem  großen  Staatssiegel  befindet  sich  der  Schild  mit  dem  zweiköpfigen
Adler,  wie  beschrieben,  mit  dem  Helme  des  heiligen  Alexander  Newski  gekrönt  und
umgeben  von  der  Ordenskette  des  heiligen  Andreas;  ihm  zur  Seite  sind  Darstellungen
des  heiligen  Michael  und  des  Erzengels  Gabriel.  Über  diesen  befindet  sich  ein  goldenes,
  mit  zweiköpfigen  Adlern  besätes  und  mit  Hermelin  gefüttertes  Wappenzelt

ı  1721,  11.  November  (3850);  1815,  6.  Juni  (25875);  1825,  23.  Dezember  (13)  Art.  1;  1828,
25.  März  (1897);  1829,  2.  September  (3128);  1857,  11.  April  (31720)  $  13;  1882,  3.  November
(1159);  (1883,  19.  Oktober  höchstbestätigter  Vortrag  des  Hauptdirigierenden  der  Kodifikationsabteilung
  beim  Reichsrate);  1906,  23.  April  sobr.  usak.  603  Art.  24.

*  1825,  23.  Dezember  (13)  Art.  II;  1857,  11.  April  (31720)  $$  15  und  17;  (1890,  19.  Dezember
  höchstbestätigter  Vortrag  des  Hauptdirigierenden  der  Kodifikationsabteilung  beim

Reichsrate);  1906,  23.  April  sobr.  usak.  603,  Art.  24.
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