Teil  3.  Was  zeichnet  den  preußisch-deutschen  Beamten  aus?

Die  Reformer  -  Baron  von  und  zum  Stein,  Hardenberg,  Scharnhorst,
Gneisenau  und  Humboldt  -  standen  auf,  um  den  Staat  neu  zu
gestalten.  Eine  kraftvolle  Lebendigkeit  bis  ins  preußische  Mark  war
das  Ergebnis.

D.  Staats-  und  Verwaltungsreform:  Der  Staat  neu  geordnet.

Die  Reformer  überwanden  die  alten,  verkrusteten  Kabinettssysteme.
Ministerien  nach  Ressorts  sowie  Provinzen,  Kreise  und  Ämter
wurden  geschaffen.  Aus  dem  alten  Beamtenadel  wurde  eine  gebildete
Verwaltungselite,  die  nach  Eignung,  Wissen  und  Können  ausgewählt
wurde.

Der  Staat  erhielt  Struktur,  Übersichtlichkeit  und  Verantwortlichkeit.
  Es  war  die  Geburtsstunde  jener  Verwaltung,  die  später  sprichwörtliches
  Selbstverständnis  werden  sollte:  „Preußische  Gründlichkeit“.


E.  Berufung  des  Beamtenstands:  Lebenszeit,  Gehalt,

Leistung.

Die  Beamten  wurden  von  der  Gunst  entbunden  und  durch  Gesetz
geschützt.  Gehalt,  Rang  und  Ausbildung  -  alles  wurde  geregelt.  Die
Verbeamtung  auf  Lebenszeit  schuf  durch  Sicherheitsgarantien  Treue
und  Beständigkeit.  Damit  wurde  das  Beamtentum  endgültig  vom
höfischen  Günstlingswesen  zum  Beruf  mit  Ehre  und  innerer  Würde.

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