Teil  3.  Was  zeichnet  den  preußisch-deutschen  Beamten  aus?

durch  Mißtrauen  und  Aufruhr,  gesät  von  internen  und  externen
Feinden.

An  die  Stelle  von  Standhaftigkeit,  Treue  und  Gehorsam  gegenüber
  Seiner  Majestät,  dem  Deutschen  Kaiser  -  dem  obersten  Befehlshaber
  in  Kriegszeiten  -  trat  durch  Anstachlung  geschürte  Gier  nach
dem  eigenen  Vorteil.  So  konnte  der  orchestrierte  Verrat  gelingen:
Meineid  und  Untreue  stürzten  die  deutsche  Nation  ins  Unglück.

E.  Der  Eidbruch.

Bei  Eidbruch  verpflichtet  sich  der  Eingeschworene  zur  Übernahme
der  Konsequenzen,  die  bei  Wiederherstellung  der  Handlungsfähigkeit
des  Gesamtstaates  zum  Tragen  kommen  können  und  zum  Tragen
kommen  werden.  Nur  wer  sich  der  großen  Verantwortung  und  der
Konsequenzen  seines  Ehrenwortes,  von  dem  niemand  entbunden
werden  kann,  bewußst  ist,  sollte  dieses  Wort  ableisten.

F.  Ein  guter  Kamerad.
Was  bereits  im  Jahr  1905  geschrieben  wurde,  gilt  noch  heute:

„Der  Soldat  schwört  einen  leiblichen  Eid,  und  bekräftigt  seinen
Schwur  mit  dem  Spruch:  ‚So  wahr  mir  Gott  helfe.“  —  Er  setzt  also
Leib  und  Seele  zum  Pfande,  daß  er  Wort  halten  will.  Und  Gott
nimmt  den  Meineidigen  beim  Wort,  wenn  nicht  schon  auf  Erden,
dann  sicher  im  Jenseits.  [...]  Wer  seinen  Eid  bricht,  entgeht  als
Meineidiger  und  Verräter  aber  auch  der  irdischen  Vergeltung
nicht;  er  verfällt  harten  und  vor  allem  entehrenden  Strafen,  denn

jedem  soll  es  kund  werden,  daß  derjenige,  dem  nichts  mehr  heilig

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