Teil  3.  Was  zeichnet  den  preußisch-deutschen  Beamten  aus?

ist,  nicht  einmal  sein  Manneswort,  ehrlos  ist.“

Quelle:  Der  gute  Kamerad.  Lern-  und  Lesebuch  für  den  Dienstunterricht  des  dt.  Infanteristen,  1905,  S.  27.

„Ich  bin  mir  wohlbewußt,  daß  die  Könige  von  Preußen  nicht  das
hätten  leisten  können,  was  sie  in  der  Geschichte  geleistet  haben,
wenn  sie  nicht  ein  solches  Volk  hinter  sich  gehabt  hätten,  daß  ihnen
die  Offiziere  und  Soldaten  die  Beamten  aller  Klassen  in  einer
Vortrefflichkeit  geliefert  hat,  wie  es  ein  anderes  Volk  kaum
aufweist.“

Quelle:  Wilhelm  I.  zitiert  von  Kürenberg  in  „War  alles  falsch?”,  1940.

G.  Eidestexte  mit  Erläuterung.

I.  Reichsbeamteneid.

„Ich,  ...,  schwöre  zu  Gott  dem  Allmächtigen  und  Allwissenden,
daß,  nachdem  ich  zum  Beamten  des  Deutsche  Reiches  bestellt
worden  bin,  ich  in  dieser  meiner  Eigenschaft  Seiner  Majestät  dem
Deutschen  Kaiser  treu  und  gehorsam  sein,  die  Reichsverfassung
und  die  Gesetze  des  Reiches  beobachten  und  alle  mir  vermögen
meines  Amtes  obliegenden  Pflichten  nach  meinem  besten  Wissen
und  Gewissen  genau  erfüllen  will,  so  wahr  mir  Gott  helfe“.

1.  „Ich,  ...,  schwöre  ...“

Mit  der  ausgesprochenen  Formulierung  des  eigenen  Ruf-  und
Familiennamens  verknüpft  der  zum  Eid  Willige  feierlich  diese  Beteuerungsformel
  und  somit  ein  Versprechen  für  künftige  Handlungen
und  künftiges  Verhalten  sich  selbst  gegenüber.  Dieser  Treueschwur  ist
hierdurch  mit  der  eigenen  Seele  tief  verwurzelt  und  dessen  Erfüllung
hat  stets  höchste  Priorität.

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