Teil  3.  Was  zeichnet  den  preußisch-deutschen  Beamten  aus?

3.  5.  in  allen  und  jeden  Vorfällen  ...  Allerhöchstdero  Nutzen

und  Bestes  fördern,  Schaden  und  Nachteil  aber  abwenden  ...“
Dies  bedeutet  im  Detail:  Egal  wann,  egal  wo,  egal  wie,  ich  bin  bereit,
durch  diesen  Schwur  alles  Not-wendige  zu  tun,  um  die  erforderlichen
Aufgaben  und  Aufträge  zu  bewältigen,  und  dies  in  jeder  Situation,
um  Schaden  und  Nachteil  von  Seiner  Majestät  dem  Deutschen  Kaiser
und  König  von  Preußen  abzuwenden  sowie  den  Nutzen  und  das
Beste  Seiner  Majestät  zu  fördern.

4.  „...  die  erteilten  Vorschriften  und  Befehle  genau  befolgen  will  ...“
Konträr  zum  Reichsbeamteneid  geht  es  hierbei  nicht  um  das  „nach
bestem  Wissen  und  Gewissen“,  sondern  um  ein  striktes  Einhalten  der  Vorschriften
  und  Befehle.  Auf  etwaige  Instruktionen  übertragen,  bedeutet
dies:  es  gibt  keine  „Grauzonen“,  denn  ich  tue  das,  was  vorgeschrieben  ist
und  ich  tue  dies  genau  so,  wie  es  vorgeschrieben  ist  und  wird!

Mir  fchworen  einft  der  fahne  Treu
Mit  eiberhobener  Eand,

Da  unfer  Mahlfprud;  immer  je:
Mit  Gott,  für  Kaifer,  Daterland!
Mas  ıd  verfpreche  jederzeit

Flehm  ich  mun  auf  den  Fahneneid|

a,

Quelle:  Postkarte  1906,  Verlag  v.  W.  Steinberg,  Breslau.

58