Teil  3.  Was  zeichnet  den  preußisch-deutschen  Beamten  aus?

$  18.  Der  Geist  des  preußisch-deutschen  Beamtentums.
A.  Die  Mahnung  Bismarcks:  Mut  und  Gottesfurcht.

Reichskanzler  Otto  von  Bismarck  mahnte  am  6.  Februar  1888  im
Reichstage:

„Wir  Deutsche  fürchten  Gott,  aber  sonst  nichts  in  der  Welt!“

Quelle:  Reichstagsprotokoll,  30.  Sitzung  vom  6.  Februar  1888.

Schlicht,  einfach  und  dennoch  mit  einer  geheimnisvollen  Energie
beseelt,  zeugt  jener  Ausspruch  in  seiner  Klarheit  von  tiefem  Respekt
und  Vertrauen  des  Reichskanzlers  gegenüber  dem  gesamten
deutschen  Volk.  Doch  nur  Tüchtige  kennen  keine  Furcht.  Sorgen  wir
dafür,  daß  wir  uns  zu  den  Tüchtigen  rechnen  können!  Nicht  mit  dem
Munde,  sondern  durch  Taten,  mit  dem  Geist,  mit  der  ernsten,
andauernden  Arbeit  an  uns  selbst,  um  brauchbare,  staatserhaltende
und  staatsfördernde  Bundesangehörige,  Restauratoren,  preußischdeutsche
  Beamte  zu  formen,  auf  die  Seine  Majestät  der  Deutsche
Kaiser  und  das  deutsche  Volk  sich  stützen  können.

B.  Die  Lehre  aus  der  Geschichte:  Vorbild  der  Befreiungskriege.

Unsere  gegenwärtige  Lage  ist  keine  neue.  Nehmen  wir  uns  ein  Beispiel
an  den  Befreiungskriegen  und  lesen  wir  in  Bülows  Denkwürdigkeiten:

„Weil  das  preußische  Volk  den  Sieg,  die  Rettung  vom  fremden  Joch,
das  Vaterland  über  alle  Güter  stellte,  die  das  Leben  vergänglich
zieren,  über  Reichtum  und  Glanz.  Das  Geschlecht  von  1813
erkannte,  daß  der  materielle  Fortschritt  nicht  alles  bedeutet,  daß  es

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