Teil  3.  Was  zeichnet  den  preußisch-deutschen  Beamten  aus?

Körner,  von  Ernst  Moritz  Arndt  und  Friedrich  Ludwig  Jahn,  von
Schleiermacher  und  Fichte,  den  Geist  der  Männer,  deren  Bilder
unsere  Dennewitzer  Gedenkhalle  schmücken.  Dieser  Geist  wies
Deutschland  die  Wege.  Nur  so  lange  es  den  Hauch  dieses  Geistes
verspürt,  ist  Deutschland  auf  dem  rechten  Wege.‘  ]...]

Am  Tage  nach  der  Schlacht  von  Dennewitz  schrieb  der  Sieger  an
seine  Frau:  »Es  kommt  nur  darauf  an,  daß  wir  unsere  Siege
nutzen,  und  wir  werden  bald  Herr  von  Deutschland  sein.«  Diese
Hoffnung  ging  damals  nicht  in  Erfüllung.  Ein  halbes  Jahrhundert
mujste  vorübergehen,  bis  der  Mann  des  Schicksals  kam,  der
gewaltige  Staatsmann,  der,  getragen  von  dem  Vertrauen  seines
königlichen  Herrn,  mit  ihm  die  Kraft  des  preußischen  Staates  in
das  richtige  Bett,  in  das  Strombett  des  deutschen  Einheitsgedankens
leitete  und  mit  genialem  Blick  die  rechte  Stunde  traf,  das  von
König  Wilhelm  mit  Weisheit  und  Tatkraft,  mit  tiefer  Einsicht
und  in  langer  Treue  neugeschärfte  preußische  Schwert  in  die  Schale
zu  werfen,  die  Reiche  wägt.

Da  kam  der  Tag  der  Erfüllung  für  alle  Hoffnungen  und  Wünsche,
der  volle  Lohn  für  die  Opfer  und  Mühen  des  Jahres  1813.  Und  als
1870  wiederum  Kriegsruf  erklang,  konnte  der  Prophet  des
nationalen  Gedankens,  Heinrich  von  Treitschke,  in  seinem  Liede
vom  Schwarzen  Adler  zum  preufischen  Königsaar  sprechen:

‚Erfüllet  sind  die  Zeiten,

Wahrheit  wird  der  Dichtung  Traum.
Deinen  Fittich  sollst  du  breiten

Über  Deutschlands  fernsten  Raum.
Nimm  der  Staufer  heil’ge  Krone,
Schwing  den  Flamberg  der  Ottone,

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