Teil  3.  Was  zeichnet  den  preußisch-deutschen  Beamten  aus?

D.  Der  Auftrag  der  Gegenwart:  Erneuerung  im  Geiste  der  Väter.

I.  Kraftvolle  Zuversicht  aus  Erbe  und  Erinnerung  schöpfen.

Aus  den  vorangegangenen  Worten  spricht  nicht  nur  Geschichte,
sondern  Auftrag.  Der  Geist  von  1813,  der  Mut  von  Dennewitz,  die
Klugheit  Steins,  die  Kraft  Bismarcks  und  die  Treue  Wilhelms  I.  sind
keine  erloschenen  Sterne.  Sie  weisen  uns  den  Weg,  wenn  die  Gegenwart
  dunkel  erscheint.

Die  Not  unserer  Zeit  ist  keine  andere  als  jene,  die  Preußen  einst
bedrängte:  Verzagtheit,  Uneinigkeit,  Verlust  des  Gemeingeistes.  Doch
wie  damals,  so  kann  auch  heute  der  Staat  sich  erheben,  wenn  seine
Diener  in  Rechtschaffenheit,  Treue  und  Pflichtbewußstsein  handeln.

II.  Die  erste  Dienstpflicht  des  preußisch-deutschen  Beamten  der

Gegenwart.

Der  Beamte  mit  preußisch-deutschem  Bewußtsein  verkörpert  Recht,
Ordnung  und  Gemeinsinn.  In  seiner  Person  lebt  das  lebendige
Vermächtnis  des  alten  Preußentums  fort:  Gereinigt,  doch  nicht  vergessen!
  Modern,  doch  nicht  entwurzelt!  -  Geläutert  und  gestärkt!

Wie  einst  die  Männer  und  Weiber  von  1813  bis  1815  das  Vaterland
  retteten,  so  hat  der  heutige  Staatsdiener  die  Aufgabe,  Verantwortungsbewußtsein
  und  Pflichtgefühl  im  Geiste  deutscher  Treue  zu
stählen.

IH.  Schlußwort  —  Haltung.

Wir  leben  in  diesen  Zeiten!  Zeiten,  in  denen  Willkür,  Unsicherheit
und  Zweifel  herrschen,  und  doch  dürfen  wir  nicht  verzagen.  Wir
erbten  von  unseren  Vätern  ein  Werkzeug,  das  uns  befähigt,  die
legitime  Ordnung  unseres  Staates  im  Sinne  von  Recht,  Maß  und
Pflicht  zu  erneuern.

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