Teil  4.  Kommentierte  Ordnung  für  den  vaterländischen  Hilfsdienst.

verpflichtet,  Verantwortung  zu  übernehmen.  Wir  vertrauen  darauf,
dafs  diese  mutigen  Kameraden  ihrer  Verantwortung  gerecht  werden
und  nach  bestem  Wissen  und  Gewissen  handeln,  vor  allem  weil  wir
selbst  häufig  nicht  über  den  vollen  Überblick  über  die  Strategien  oder
Gesamtzusammenhänge  haben.

J.  Wir  pflegen  die  deutsche  Sprache,  wahren  Sprachhygiene  und  üben  Selbstdisziplin,
  wie  es  sich  für  Deutsche  ziemt.

K.  Wir  gehen  verantwortungsvoll  mit  unserer  Dienstzeit  um.  Wir  melden  dem
Vorgesetzten  Verzögerungen  und  Hemmnisse  im  Arbeitsablauf  und  bringen
konstruktive  Vorschläge  zur  Effizienzsteigerung  bei  ihm  ein.

L.  Wir  vertiefen  unser  Wissen  stets  und  selbständig.  Wir  sind  bereit,  uns
Kenntnisse,  Fähigkeiten  und  Fertigkeiten  anzueignen,  wenn  diese  zur  Erfüllung
von  Aufgaben  notwendig  sind.

Kommentar  zu  $  10.]J.

„Ein  Volk,  das  sich  nicht  selbst  mehr  regieren  kann,  ist  schuldig  seine
Sprache  aufzugeben.“  stellte  Johann  Gottlieb  Fichte  zur  Zeit  napoleonischer
  Fremdherrschaft  fest.

Die  deutsche  Sprache  ist  eine  der  reichhaltigsten  und  präzisesten
der  Welt,  sie  zu  bewahren,  zu  fördern  und  zu  nutzen  ist  grundlegend
für  die  Erhaltung  der  deutschen  Kultur.  Gedanken  werden  zu  Worten
und  daraus  ergeben  sich  Taten.  Deshalb  ist  es  von  Wichtigkeit,  seine
Worte  wohl  zu  überlegen  und  zu  wählen.

Das  fällt  anfangs  nicht  leicht,  weshalb  wir  uns  immer  wieder
daran  erinnern  wollen.  Kameraden,  die  uns  auf  mangelnde
Sprachhygiene  oder  Selbstdisziplin  aufmerksam  machen,  meinen  es
nicht  böse  auf  einer  persönlichen  Ebene.  Wir  sind  dankbar  dafür,
denn  sie  bieten  mit  solcher  Kritik  Gelegenheit,  unseren  Kompaß  zu
eichen.

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