Teil  6.  Verhältnis  einer  Hilfsdienstkraft  zu  ihrem  Bundesfürsten.

$  31.  Die  innere  Begründung  der  Treue
zum  Deutschen  Kaiser.

Treue  zum  Kaiser  ist  keine  äußere  Pflicht,  sondern  eine  innere
Haltung.  Sie  entspringt  dem  Bewußtsein,  daß  der  Kaiser  das  Reich
nicht  regiert,  sondern  verkörpert  -  als  Sinnbild  seiner  Einheit,  Würde
und  Beständigkeit.  In  seiner  Person  verdichtet  sich  der  Gedanke  des
Ganzen:  das  Band,  das  die  vielen  Länder  und  Menschen  zu  einer
gemeinsamen  Ordnung  verbindet.  Wer  dem  Kaiser  treu  zur  Seite
steht,  bekennt  sich  damit  nicht  zu  einem  einzelnen  Menschen,
sondern  zu  der  Idee  des  Reiches  selbst.

Treue  bedeutet  Vertrauen  in  die  Ordnung,  die  das  Reich  trägt,
und  Bereitschaft,  im  eigenen  Handeln  das  Ganze  zu  stützen.  Sie  ist  die
Kraft,  die  Pflicht  in  Hingabe  verwandelt,  und  die  Haltung,  die  Dienst
mit  Würde  erfüllt.  Ohne  sie  verliert  das  Reich  seinen  inneren  Zusammenhalt,
  denn  Treue  ist  das  unsichtbare  Fundament,  auf  dem
Verantwortung  und  Gemeinschaft  ruhen.

So  wird  die  Treue  zum  Kaiser  zur  Treue  gegenüber  dem  Vaterland  -
zur  bewußten  Entscheidung,  Teil  des  Ganzen  zu  sein  und  dessen
Bestand  durch  eigenes  Wirken  zu  sichern.

$  32.  Der  Dienstethos  der  Hilfsdienstkraft.

Für  uns  Hilfsdienstkräfte  bedeutet  dies:  Unser  Dienst  richtet  sich  auf
ein  Ziel,  welches  über  das  eigene  Schaffen  hinausgeht.

„Im  Kriege  zählt  der  Einzelne  nichts,  das  große  Ganze  alles.“

Vgl.  „Staatsbürgerliche  Belehrungen  in  der  Kriegszeit”.

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