Nachwort.

selbst.  Wie  weit  du  gehen  willst,  wie  deutlich  dein  Bekenntnis  sein
soll,  welche  Flagge  du  zeigen  willst,  was  du  vertreten  und  verantworten
  willst,  entscheidest  du.  Hier  beginnen  Selbstbestimmung  und
Souveränität.

Entdecke  deine  Treue.

Die  fatale  Lage,  in  der  sich  die  Deutschen  seit  über  einem  Jahrhundert
befinden,  ist  alleine  dem  Umstand  geschuldet,  daß  Treulosigkeit
einem  Verrat  ohne  Beispiel  den  Weg  ebnete.  Der  Abfall  von  der  Treue
stürzte  die  ganze  Nation  ins  Unglück.  In  Teil  3  hast  du  den  Reichsbeamteneid
  und  den  Fahneneid  gelesen.  Du  kennst  die  Worte:

„Ich  schwöre  zu  Gott  dem  Allmächtigen  und  Allwissenden,  daß  ich
Seiner  Majestät  dem  Deutschen  Kaiser  tren  und  gehorsam  sein,  die
Reichsverfassung  und  die  Gesetze  des  Reiches  beobachten  und  alle
mir  vermöge  meines  Amtes  obliegenden  Pflichten  nach  meinem
besten  Wissen  und  Gewissen  genau  erfüllen  will,  so  wahr  mir  Gott

helfe.“

Treue,  Gehorsam,  Pflichterfüllung.  Du  hat  erfahren,  was  diese  Worte
meinen  und  wem  sie  gelten.  Einen  Eid  zu  lesen  bindet  den  Verstand.
Ihn  zu  sprechen  bindet  die  Seele.

Sprich  ihn.  Ob  du  allein  bist  oder  vor  Zeugen  stehst:  Sprich  ihn.
Mit  dem  Eid  hörst  du  auf  zu  lesen  und  fängst  an  zu  dienen.  Vor
diesem  Schritt  scheuen  die  meisten  zurück.  Gerade  darum  zählt  er.
Wissen  hält  dir  den  Rückweg  offen.  Der  Eid  schließt  ihn.  Wer
geschworen  hat,  kennt  nur  noch  eine  Richtung:  Vorwärts!

Der  Eid  beendet  das  Zögern.  Wer  ihn  spricht,  fragt  nur  noch:  Wie
diene  ich  am  besten?

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