VI  Vorwort.

Jetzt  naht  Kaiser  Wilhelms  hundertster  Geburtstag,  den  das  ganze
preußische  und  deutsche  Volk  als  einen  nationalen  Festtag  in  pietätsvoller
Dankbarkeit  zu  begehen  sich  anschickt.  Frei  aufragen,  seiner  Hülle  ledig,
wird  an  diesem  Tage  das  großartige  Denkmal,  das  der  Enkel  treue
Verehrung  dem  Gedächtnis  des  großen  Kaisers  errichtet  hat.  Als  seinen
Kranz  legt  auf  des  Denkmals  Stufen  der  Verfasser  in  stiller  Huldigung
die  nachfolgenden  Blätter  nieder.  Er  hat  sich  in  ihnen  bemüht,  das
Werden  und  Wachsen,  das  Wollen  und  Wirken  des  großen  Herrschers
nach  dem  Ceben  zu  zeichnen.  Noch  können  dafür  die  Archive  nicht
benutzt  werden,  noch  liegt  der  schriftliche  Nachlaß  des  Kaisers  unter
Siegel;  aber  Erinnerung  und  mündliche  Mitteilung  haben  doch  manchen
wertvollen  Zug  zu  dem  Bilde  geliefert.  Natürlich  ist  dazu  die  vor—
handene  umfassende  Citteratur  sorgfältig  verglichen.  Gleichwohl  bleibt
der  Verfasser  sich  bewußt,  wie  gering  seine  Kraft  einer  Aufgabe  gegenüber
  war,  die  des  größten  Meisters  würdig  ist.  Der  Wunsch  allein,
die  Bewunderung  und  Derehrung,  die  für  den  großen  Uaiser  sein  Herz
erfüllt,  auch  andern  mitzuteilen,  hat  ihm  den  Mut  gegeben,  die  Feder  in
die  Hand  zu  nehmen.

Breslau,  den  22.  Oktober  1806.