Im  Sonnenschein  der  Kindheit.  21

Und  von  dem  gleichen  Grundgedanken  getragen  war  es,  daß  Prinz
Wilhelm  mit  dem  Kronprinzen  am  Geburtstage  desselben  (15.  Oktober
1801)  zur  Hrüfung  der  Erwerbsschule  in  Hotsdam  mitgenommen  wurde.
Die  besten  Schüler  erhielten  als  Hrämien  Geschenke,  welche  die  jungen
Drinzen  großenteils  selbst  mitgebracht  hatten.  Auch  an  der  festlichen
Speisung,  die  der  König  den  Söglingen  spendete,  nahmen  die  kleinen

Kronprinz  Friedrich  Milhelm  und  Prinz  Wilhelm  im  Jahre  1802.
Nach  einer  Seichnung  aus  dem  Nachlaß  des  Erziehers  der  Hrinzen  Friedr.  Delbrück.

Drinzen  teil  und  waren  die  muntersten  bei  den  gemeinschaftlichen  Spielen,
die  dem  Mahle  folgten.  Das  ist  das  Bild,  welches  uns  die  Königin
Luise  von  dem  Hrinzen  Wilhelm  zeichnet,  wenn  sie  an  ihren  Vater
schreibt:  „Wilhelm  ist  ein  sehr  kluges,  komisches  Kind,  possierlich  und
witzig,  dabei  über  alle  Maßen  lebhaft,  oft  unbändig,  aber  sehr  gescheidt
und  hat  ein  gutes  Berz.“  Und  hoffnungsvoll  setzt  sie  hinzu:  „Er  verspricht
viel  und  wird  meine  heißen  Gebete  nicht  unerhört  lassen.“  Worauf  aber