66  Fünftes  Kapitel.

berges  eine  Feldschanze  zu  erbauen.  Ganz  selbständig  entwarf  er  den
Plan  und  überwachte  selbst  die  Ausführung  des  Baues;  und  als  der
König  kam,  das  vollendete  Werk  zu  besichtigen,  konnte  er  mit  Genugtuung
  es  ihm  zeigen  und  im  einzelnen  erklären.  Fast  ein  halbes  Jahrbundert
  hatte  daran  gearbeitet,  durch  ind  und  Regen  das  Werk  wieder
abzutragen;  das  Buschwerk,  das  sich  darauf  angesät,  war  zu  Bäumen

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Die  erste  Feldschanze  (Sommer  1811).
Der  König  läßt  sich  durch  Prinz  Karl  von  Mecklenburge-  Strelis  den  Bau  einer  Schanze  auf  dem  Babelsberge

erklären,  während  Prinz  Wilhelm  auf  der  Brustwehr  stehend  genau  die  Acbeit  der  Soldaten  verfolgt.  Cs  war  wohl
eme  Art  von  praktisch-militärischer  Prüfung,  die  der  Prinz  damals  vor  seimem  königlichen  Vater  ablegte.

Nach  einem  Erinnerungsbild  aus  dem  Besitz  des  seligen  Kaisers.
emporgewachsen,  als  Hrinz  Wilhelm  1850  —  damals  Orinzregent  —
die  Schanze  wieder  herstellen  ließ;  nur  die  Bäume  darauf  ließ  er  unversehrt,
  wie  wir  das  Werk  noch  heute  im  Babelsberger  Dark  sehen,
eine  sprechende  Erinnerung  an  die  Jugendstudien  Kaiser  Wilhelms.

Unterdessen  vollendeten  sich  die  Geschicke  der  großen  welt.  Sben
noch  hatten  in  Erfurt  auf  dem  Fürstentage  die  beiden  Kaiser  Alexander
und  Napoleon  auf  das  freundschaftlichste  miteinander  verkehrt,  als  auch
schon  ihre  Freundschaft  verweht  war  und  Napoleon  1800  im  Gespräch
mit  dem  Fürsten  Wetternich  einen  Krieg  mit  Rußland  als  „in  der  Natur

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