76  Fünftes  Kapitel.

den  15.  Mai  zurückdatiert  werden,  wo  deine  Kameraden  über  dich  weg
avanciert  sind.“  Als  nun  aber  der  Prinz  mit  der  Bitte,  dem  Könige
ins  Feld  folgen  zu  dürfen,  wieder  hervortrat,  schlug  sie  der  König  aus
den  gleichen  Gründen  kurzweg  ihm  ab.  Die  stillen  Studien  unter
Minutolis  Leitung  nahmen  daher  ihren  Fortgang.

Unterdessen  war  der  Waffenstillstand  abgelaufen  und  der  Kriegsplan
  der  verbündeten
  Mächte  festge-Asillt.
  Im  größten
h  J  4  Stile,  kann  man
HLagen,  ging  der
Kampf  der  Großen
Allianz  vor  sich.
Durch  drei  Heeressäulen
  gleichzeitig
angegriffen,  erlitten
die  Kranzosen  Niederlage
  um  Niederlage,
  bis  die  Dölkerschlacht
  bei  Leipzig
die  Entscheidung
brachte  und  Napoleons
  Herrschaft
in  Deutschland  jäb
ein  Ende  machte.
Und  zu  diesem  glorreichen
  Ergebnis,
darf  man  ohne
Überhebung  sagen,

*ê:½2

Der  König  überreicht  dem  Prinzen  Wilhelm  die  neu  eingeführten  ,  ,
Epauletten  unter  gleichzeitiger  Ernennung  zum  Kapitün.  hatten  die  preußi-Breslau,
  Oktober  1813.  schen  Truppen  das

Nach  dem  Erinnerungsbild  aus  dem  Besig  des  seligen  Naisers.  3  ,
meiste  beigetragen,
Blücher  voran,  der,  an  Feldherrngenie  Napoleon  durchaus  ebenbürtig,
„wie  das  heilige  Donnerwetter“  auf  die  Franzosen  losging.

Gemeinsam  hatten  sie  den  großen  Sieg  erfochten;  jetzt  trennten  sich
die  verbündeten  Armeen  wieder  voneinander:  Blücher  und  Schwarzenberg
  folgten  mit  ihren  Heeren  auf  verschiedenen  Wegen  den  flüchtigen
(ranzosen  an  den  Rhein;  die  Nordarmee  dagegen  wurde  aufgelöst.  Nach
Weimar  wurde  zunächst  das  Hauptquartier  der  verbündeten  Fürsten  verlegt.