Ein  Jahrzehnt  ruhigen  Glückes.  121

alter  zuvor  wieder  Kindergejauchze  und  überschäumende  Lust.  Die  Dorf—-jugend
  wurde  zusammengerufen  und  in  zwei  gleiche  Beerbaufen  geteilt,
über  welche  die  Hrinzen  das  Kommando  übernahmen.  Für  passende
Bewaffnung,  sogar  für  ein  Daar  kleine  Kanonen  hatte  der  allezeit  gütige
Großvater  gesorgt:  Krieg  wurde  nun  gespielt  und  Schlachten  geschlagen,
mit  einem  Ernst,  als  gälte  es  die  Rettung  des  Daterlandes.

Ein  eigenes  Sommerheim,  wie  es  Prinz  Karl  schon  seit  Jahren  in
Glienicke  besaß,  erschien  dem  Hrinzen  Wilhelm  zumal  um  des  kleinen

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Schlos  Dabeloberg.

Drinzen  Friedrich  willen  wünschenswert.  Den  Babelsberg,  auf  dem  er
vorzeiten  die  Schanze  gebaut,  kaufte  er  sich  daher.  Langsam  wurde
die  Einöde  in  einen  Hark  umgewandelt  und  immer  von  Seit  zu  Seit
noch  ein  Stück  des  Geländes  hinzugekauft,  auch  nach  Schinkels  Dlane
ein  stattliches  Schloß  auf  der  Röhe  gebaut,  das  in  der  breiten  Ravel  sich
widerspiegelt.  Und  dort  tummelte  denn  auch  nach  etlichen  Jahren  die
kleine  Orinzeß  Luise  sich  umber,  die  dem  Hrinzen  Wilhelm  am  3.  Dezember
1838  geboren  und  von  ihm  mit  dem  Namen  seiner  unvergeßlichen  Mutter
benannt  war:  die  Freude  des  Vaters,  wie  sie  in  glücklicher  Jugend  heran-