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und  treuen  „Wacht  am  Rhein“  an;  und  Nikolaus  Beckers  „Sie  sollen
ihn  nicht  haben,  den  freien  deutschen  Rhein!“  ertönte  in  ganz  Deutschland
  auf  den  Straßen.  Auch  des  Prinzen  von  Preußen  warmfühlendes
Rerz  ergriff  die  patriotische  Begeisterung:  in  Versen  schuf  sie  sich  Ausdruck,
  den  einzigen,  die  wir  von  ihm  besitzen.  Mit  pietätvoller  Sustimmung
  lesen  wir  sie:  in  welcher  strengen  Disziplin  hält  der  Hrinz  die
Sprache!  Und  mit  welcher  Klarheit  und  Festigkeit  zeichnet  er  die  Aufgabe,
  die  er  selbst  berufen  sein  sollte  ein  Menschenalter  später  so  ruhmvoll
  zu  lösen!  Das  ist  der  Sang  vom  „Oberrhein“.

1.  Sie  haben  ihn  da  oben,  7.  So  woll'n  wir's  wieder  haben
Den  alten  deutschen  Rhein,  Das  Gut  von  unserm  Blut,
Deshalb  soll  stets  gehoben  Weil  dort  schon  längst  begraben
Das  Schwert  des  Deutschen  sein.  Der  deutsche  Adler  ruht.

2.  Mit  welcher  Schalkheit  raubte  8.  Du  Dolk  aus  den  Dogesen
Der  Ludwig  uns  das  Tand,  Und  dem  Ardennerwald,

Weil  Deutschland  mit  dem  Haupte  Wir  wollen  dich  erlösen
Des  Reichs  in  Fehde  stand.  Don  fremder  Truggewalt.

5.  Du  Straßburg,  Burg  der  Starken  9.  Dann  mußt  du  auch  vernehmen
Von  Frankreich  und  Burgund,  Den  deutschen  Bundesruf
So  lang  dort  rasen  Franken,  Und  dich  der  NKnechtschaft  schämen,
Wird  Deutschland  nicht  gesund.  Die  welsche  Art  dir  schuf.

4.  Dein  Münster  streckt  den  Finger  10.  Und  solltest  du  dich  sträuben
Sum  Himmelszelt  empor  Und  fühlst  die  Knechtschaft  nicht,
Und  drohet  dem  Bezwinger  So  wollen  wir  dich  treiben
Und  dem,  der  ihn  verlor.  Zu  deiner  Kindespflicht,

5.  Dem  Reich  und  einst  dem  Kaiser  11.  Damit  einst  deine  lKinder
Wohl  an  des  Rheines  Strand  Doch  mögen  Deutsche  sein,

Sei  du  des  Weges  Weiser  Und  sich  der  Überwinder
Ins  stolze  Frankenland.  Von  ihren  Vätern  freu'n.

6.  Der  Rhein  soll  Deutschlands  Erden  12.  So  wollen  wir  ihn  haben,

In  seinem  ganzen  Lauf  Den  alten  deutschen  Rhein,
Wohl  wieder  eigen  werden,  Dann  erst  wird  ganz  begraben
Rollt  euer  Banner  auf.  Die  Schmach  der  Deutschen  sein.

Einer  solchen  Stimmung,  die  nicht  bloß  Deutschland  in  der  Gefahr
verteidigen  wollte,  sondern  klar  und  fest  die  Wiedereroberung  von  Elsaß
und  Lothringen  —  und  wäre  es  auch  gegen  deren  Willen  —  zur  Sühne
alter  Schmach  ins  Auge  faßte,  wagte  Frankreich  doch  nicht  entgegenzutreten:
  Die  Kriegsgefahr  ging  vorüber,  und  allmählich  verstummte  drüben
der  Kriegslärm.  Aber  das  Gute  hatte  er  immerhin  gehabt,  daß  er  die