Die  Jahre  der  Reaktion.  219

Revolution  und  wünschte  geradezu,  daß  auch  Preußen  durch  einen  Staatsstreich
  der  Konstitution  bei  sich  ein  Snde  mache.  Mit  Mißtrauen  betrachtete
  er  die  Union;  der  wiederherstellung  des  Bundestags,  die  Gsterreich
  betrieb,  war  seine  ganze  Sympathie  zugewendet.

Ohne  Ergebnis  waren  die  Tage  von  Skierniewice;  immerhin  aber
klärten  sie  die  Situation.  Der  scharfe  Gegensatz  zwischen  Hreußen  und
Esterreich  blieb  bestehen,  und  Rußland  neigte  sich  offen  genug  dem

Krbeitszimmer  den  Prinzen  von  Preußen  im  Schlosse  zu  Koblenz.

Doppeladler  zu.  Da  wandte  sich  durch  den  Grafen  Hatzfeld,  den  preußischen
  Gesandten  in  Haris,  der  Hräsident  der  französischen  Republik,  Orinz
Louis  Mapoleon,  an  den  König  Friedrich  Wilhelm,  um  ihm  den  Gedanken
eines  Bündnisses  zwischen  Hreußen  und  Frankreich  nabezulegen.  Wit
einem  Schlage  hätte  das  die  Sachlage  verändert.  Hreußen,  das  sich
allein  den  beiden  Kaiserreichen  nicht  gewachsen  glaubte,  hätte  dann  mit
Entschiedenheit  ihnen  begegnen  können.  Und  der  Hreis  des  Bündnisses
sollte  nur  die  Abtretung  eines  Teiles  der  baprischen  Rheinpfalz  sein.  Auf
den  König  machte  dies  französische  Erbieten  den  Eindruck  einer  satanischen
Dersuchung.  Es  versetzte  ihn  in  die  höchste  Aufregung;  aber  ohne  auch
nur  einen  Augenblick  zu  schwanken,  wies  er  es  zurück.  Nicht  einen  Schuh-=