Ehren=  und  Freudentage.  243

der  Armee,  mit  deren  größter  Sahl  ich  in  dienstlichen  Derhältnissen  gestanden,
  weil  sie  mir  Dertrauen  entgegengetragen,  und  weil  es  mir  gelang,
dies  Dertrauen  mir  auch  zu  bewahren.  Mögen  sie  mit  mir  in  den  Ruf
einstimmen,  der  in  diesem  Augenblicke  unsre  gemeinsamen  Gefühle  der
Ciebe  und  des  Dankes  für  dich  ausspricht:  Es  lebe  der  König!“

Mit  einem  Hoch  auf  den  Hrinzen  antwortete  der  König:  „Mein
Bruder  Wilhelm,  unser  teurer  Jubilar,  lebe  hoch!“

Ehrenschild,  überreicht  um  Tage  des  fünfzigjährigen  Inbilänms.
Oben  das  Medaillonbild  Friedrichs  II.,  unten  der  Große  Kurfürst,  links  Friedrich  I.,  rechts  Joachim  I.
Auf  den  Bändern  des  Eichenkranzes  stehen  die  Uamen  der  Schlachten  und  Treffen.

Hinter  der  Armeedeputation  stand  diejenige  der  alten  Krieger.  Einen
massiv  silbernen  Helm,  ein  Meisterstück  der  Goldschmiedekunst,  brachte  sie
als  Shrengabe  dar.  Auf  einem  Schriftbande  trug  er  die  schlichten  Worte:
„Dem  ritterlichen  Hrinzen  Hreußens  alte  Krieger",  während  auf  die
Randhabe  des  Schildes  die  Worte  geätzt  waren:  Zu  Schirm  und  Schutz
—  Gu  That  und  Trutz  —  Su  Sieg  und  Streit  —  Dor  Gott  geweiht.

Die  Reihe  der  fremden  Deputationen  eröffnete  die  großbritannische,
an  deren  Spitze  Sir  Colin  Campbell  von  der  Königin  Dictoria  das  Großkreuz
  des  militärischen  Bathordens  überbrachte;  dann  folgte  die  russische

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