Auswärtige  Angelegenheiten.  283

oder  Hreußens  unternehmen  sollte,  ausgenommen  jedoch  den  Fall,  daß
der  Krieg  von  seiten  Esterreichs  provoziert  würde.  Der  Koaiser  unterbrach
  ihn:  er  werde  nie,  warf  er  ein,  einen  Krieg  provozieren;  sollte  er
sich  aber  zu  einem  Angriffe  gezwungen  glauben,  so  werde  er  ihn  nur
nach  Derständigung  mit  Hreußen  unternehmen.  Gemeinsamer  Widerstand
sei  ferner,  fuhr  der  Hrinzregent  fort,  gegen  die  auf  Belgien,  Holland
oder  die  Schweiz  sich  richtende  Begehrlichkeit  Rapoleons  zu  leisten.  Als

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VerprinzrrgmtundgaiferFrquokkpliinTrpliy(Inli1860).

Kriegsfall  werde  Deutschland  auch  einen  Angriff  von  seiten  Sardiniens
für  den  Fall  betrachten,  daß  dabei  deutsches  Gebiet  verletzt  werde.  Bereitwillig
  stimmte  der  Kaiser  dem  allen  zu;  denn  der  Vorteil  für  Gsterreich
  lag  auf  der  Hand.

Was  aber  sollte  nun  Gsterreich  dafür  leistend  Denn  es  war  klar,
daß  für  das,  was  er  bot,  der  Hrinz  doch  nun  auch  ein  Entgegenkommen
des  Kaisers  erwarten  mußte.  Er  verlangte  also  zunächst,  daß  der  Vorsitz
am  Bundestage  regelmäßig  zwischen  Gsterreich  und  Hreußen  wechsele;
nur  so  könne  Hreußen  als  gleichberechtigte  Macht  erscheinen.  Mit  Be-