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Wenn  ich  bis  zu  meinem  sechszehnten  Jahre  die  erßte
Evoche  meines  Lebens  zäble,  so  muß  ich  binüchtlich  der
zweiten  bemerken,  daß  mich  damals  der  Gedanke,  die
ganze  Zimmermannskunst  bereits  inne  zu  haben,  sehr
traurig  machte,  denn  ich  fand  darin  gar  wenig  Befriedigendes,
  weil  ich  wobl  fühlte,  daß  man  sich  mit  derselben
keinen  Namen  und  noch  viel  weniger  berübmt  machen
könne.  Außerdem  war  ich  auch  durch  das  Zutrauen  von
vielen  Personen,  rücksichtlich  meiner  vermeinten  vielumfassenden
  Kenntnisse  in  der  Baukunß,  so  beschämt,  daß
ich  alles  aufbot  und  mir  ganze  Tage  und  oft  beinabe
ganze  Nächte  hindurch  Mühe  gab,  um  mich  dieses  Zutrauens
  würdig  zu  machen.

Das  erste,  was  ich  zu  meiner  weiteren  Bildung  für
nötbig  bielt,  war  das  Studium  der  reinen  und  angewandten
  Matbematik,  und  besonders  das  topograpbische
Planzeichnen,  indem  ich  glaubte,  daß  ich  mit  der  Fertigung
  von  Baurissen  bald  im  Reinen  sey,  und  es  jetzt
nur  noch  darauf  ankomme,  ganze  Ditrikte  aufzunehmen
und  zu  zeichnen.  Zur  Erlernung  der  topographischen
Planzeichnung  bot  sich  mir  bald  eine  erwünschte  Gelegenbeit
  dar  durch  einen  meiner  Kameraden,  welcher  sich
dem  Ingenieurfach  widmete,  und  von  mir  die  Baukunst
erlernen  wollte.  Ob  ich  gleich  dazumal  noch  wenig  Unterricht
  in  der  Baukunst  geben  konnte,  und  dessen  noch
vielmehr  selbst  bedurfte,  so  übernabm  ich  doch  diesen  Antrag,
  um  dagegen  Unterricht  im  Planzeichnen  u.  s.  w.
zu  erhalten.  Da  mein  Kamerad  und  ich  den  ganzen  Tag
über  mit  andern  Geschäften  beladen  waren,  so  wählten
wir  biezu  im  Sommer  die  Morgenstunden  von  4  bis  6