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und  im  Winter  die  Stunden  nach  dem  Nachtessen,  wobei
  wir  auch  die  mathematischen  Wissenschaften  mit  einander
  durchgiengen.  Da  nun  diese  Stunden  sebr  oft  in
die  Zeit  sielen,  wo  meine  Schwestern  schlafen  wollten,
und  ich  deshalb  mehrmals  von  ihnen  den  Vorwurf  bekam,
  durch  das  Oeffnen  und  Schließen  der  Thüren  ihren
Schlaf  zu  stören,  so  nahm  mein  Freund  gewöbnlich  den
Weg  durch  mein  Kammerfenster.  Dieser  ungewöhnliche
Ein=  und  Austritt  machte  die  Nachbarn  und  besonders
meinen  nachherigen  Protektor,  den  verstorbenen  Badischen
Artilleriemajior  Lux,  aufmerksam  auf  unsere  frühe  Zusammenkunft.
  Eines  Morgens,  als  mein  Freund,  wie
gewöbnlich,  seine  unbequeme  Passage  zu  dem  Fenster  des
unteren  Stocks  berein  nahm,  folgte  er  demselben  bis  zu
dem  Fenster,  und  satgte  zu  uns,  nachdem  er  uns  einen
guten  Morgen  gegeben:  „Meine  Herren,  Sie  machen  sich
einander  sehr  frühe  Besuche;  darf  ich  mich  nicht  auch  bei
Ihnen  einstellen?  Allein  Sie  müssen  mir  Ibre  Haustbüre
öffnen,  denn  der  Weg  durchs  Fenster  ist  mir  zu  boch.“
Nachdem  nun  Major  Lux,  der  ein  äußerst  gebildeter  und
wissenschaftlicher  Mann  war  (dessen  Asche  ich  bier  noch
meinen  Dank  für  seine  mir  erwiesene  Leitung  bringe),
unsere  Arbeiten  und  gegenseitige  In#ructionen  gesehen
batte,  freute  er  sich  über  unsere  Lernbegierde,  und  rietb
mir  an,  ich  sollte  aufs  neue  das  Gymnaßum  besuchen,
um  die  reine  und  angewandte  Mathematik,  so  wie  die
Pbysik  gründlich  zu  erlernen,  und  das,  was  ich  bisber  in
dem  Schulunterricht  versäumt,  so  viel  wie  möglich  nachzubolen.
  Durch  Befolgung  dieses  Raths  wurde  mir  erß
klar,  wie  weit  ich  noch  zurück  sey,  und  es  war  nun  meim