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selben,  wie  die  beilige  Schrift  sagt,  Berge  zu  versetzen
und  selbst  meine  Mutter  von  ihrem  langwierigen  Krankenlager
  wieder  von  Gott  zu  erbitten  für  möglich  glaubte,
Nachdem  ich  aber  einsab,  daß  das  Gebet,  welches  ich
wegen  der  Genesung  meiner  Mutter  jeden  Morgen  und
Abend  auf  den  Knieen  verrichtete,  nichts  geholfen,  sondern
  daß  sich  Alles  nach  der  göttlichen  Anordnung  richte,
fieng  ich  an  natürlicher  zu  denken,  und  wurde  desbalb  mit
meinem  Bitten  auch  bescheidener,  so  daß  ich  nachher  nur
das  Mögliche  von  Gott  zu  erflehen  suchte.  Später  schien
mir  eine  Religion,  die  sich  blos  auf  Moral  gründet,
zwar  hinreichend  für  einzelne  Menschen,  allein  ich  übersab
  dabei  nicht,  daß,  so  lange  Menschen  Menschen  bleiben,
  und  nicht  alle  zur  gleichen  Erkenntniß  gebracht
werden  können,  kein  bloßes  pbilosopbisches  Raisonnement,
  sondern  auch  eine  Belebung  unserer  Sinne  für
die  allgemeine  und  im  Leben  wirksame  Moral  nötbig  sev,
und  unser  Gemütb  selbst  durch  den  Cultus  höhber  geboben
  werde.  Ob  ich  gleichwohl  allen  Schein  der  Frömmelei
  zu  vermeiden  suchte,  so  gab  mir  mein  Aeußeres  doch
späterbin  ein  besonderes  frommes  Anseben,  so  daß  mich
Pietisten  und  andere  fromme  Secten  oft  für  ibren  Mitbruder
  ansaben,  worüber  sich  meine  Freunde  bisweilen
lustig  machten.  Selbst  in  Rom,  wo  ich  mit  vielen  andern
  Fremden  dem  Examen  der  Geiftlichen  in  den  ortentalischen
  Sprachen  beiwohnte,  bielten  mich  diese  Propagandisten
  für  einen  Geißstllichen,  und  ob  ich  wollte  oder
nicht,  so  war  ich  gensthigt,  mir  nach  der  dasigen  Sitte
von  allen  den  jungen  Geistlichen  bei  ihrem  Weggehen  die
bände  küssen  zu  lassen,  während  neben  mir  wirkliche
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