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die  Reise  an.  Wir  giengen  von  Karlsruhe  über  Stuttgart,
  Regensburg,  und  von  da  auf  lder  Donau  nach
Wien,  wo  jetzt  eine  andere  Persode  für  meine  künstlerische
  Bildung  begann,  weil  ich  mir  vornahm,  mich  blos
auf  das  böbere  Studium  der  Archttektur  zu  legen.  Ich
war  jung,  kräftig,  gesund,  vor  mir  lag  eine  schöne  Laufbahn,
  und  selbst  das  Ungewisse  der  Zukunft  gab  meinen
Entwürfen  einen  kühnern  Schwung.  Die  schöne  Wasserfabrt
  auf  der  Donau  gewährte  mir  ein  eben  so  neues  als
anziehendes  Schausptel.  Pfeilschnell  flog  unser  Schiff
zwischen  Bergen,  anmutbigen  Thälern,  beitern  Städten,
ein  tedlerischen  Klöstern  und  freundlichen  Dörfern  bin,
und  so  flüchtig  die  Eindrücke  waren,  so  blieben  sie  mir
doch  fest  in  der  Erinnerung.  Unsere  Reisegesellschaft  war
zahlreich  und  bestand  aus  Personen  von  allerlei  Ständen.

Da  mein  Reisegefährte,  so  wie  ich,  Mufkliebhaber
war)  so  griffen  wir  manchmal  nach  unsern  Inftrumenten,
und  ermunterten  die  Gesellschaft  zu  einem  Gesang,  bisweilen
  auch  zu  einem  Tanze,  und  so  schwanden  uns  die
Stunden  schnell  und  fröblich  bin,  bis  wir  endlich  am
Ziel  unserer  Reise,  bei  der  großen  und  so  schön  situirten
Kaiserstadt  anlangten.

Ob  ich  gleich  bisher  viele  Städte  geseben,  und  daher
nicht  als  ein  Neuling  in  die  große  Welt  trat,  so  machte
doch  Wien  mit  seinen  vielfach  belebten  Straßen  einen
ganz  besonderen  Eindruck  auf  mich.  Noch  mehr  ward  ich
durch  die  von  Kaiser  Joseph  errichtete  vortreffliche  Kunttakademie
  überrascht;  das  weitläusige  Gebäude  erschien
mir  wie  eine  kleine  Stadt,  von  lauter  Professoren  und
jungen  studirenden  Künsßtlern  bevölkert,  was  mich,  der