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noch  verschiedene  andere  gothische  Gebaͤude  in  der  Schweiz
nicht  blos  oberflächlich,  sondern  verschiedene  male  theilweis
  gesehen  und  studirt,  und  so  war  mir  eine  Vergleichung
  dieses  Gebäudes  mit  jenen  eben  so  angenehm
als  lehrreich.  Räcksichtlich  der  dußeren  Form  muß  ich
dem  Strasburger  Münßer  den  Vorzug  geben,  indem  sich
dieses  Gebäude  an  seiner  vordern  Seite  weit  maiestaͤtischer
  in  seiner  perpendieuldren  Gestalt  himmelan  erbebt,
wäbrend  die  andern  durch  ibre  allzu  pvramidalartige  Formen
  eine  ngdlich  berechnete  Festigkeit  zeigen,  was  den
Eindruck  der  Größe,  Kühnbeit  und  Leichtigkeit  vermindert.
  An  dem  Münßer  in  Strasburg  scheint  es  mir  ein
glücklicher  Gedanke,  daß  beide  Thürme  (wovon  jedoch
nur  einer  ganz  ausgefübrt  worden)  auf  den  Seiten  angebracht
  sind,  so  daß  hiedurch  auch  zugleich  die  Kirche
in  der  Hauptfacade  mit  geseben  werden  kann.  Bei  der
Stephanskirche  in  Wien  und  dem  Freiburger  Münster
verdeckt  bingegen  der  Thurm  die  Kirche,  und  sie  scheint
desbalb  nur  ein  untergeordneter  Theil  zu  seyn.
Räcksichtlich  der  vielen  Günge,  welche  der  Erbauer
mit  der  Kunft  eines  Dädalus,  ohne  das  Ganze  zu  unterbrechen,
  zu  allen  Theilen  der  äußern  Ansichten  gelegt
hat,  um  solche  auch  nsthigenfalls  obne  alle  Eingerüstung
wieder  revariren  zu  können,  verdient  dieses  Gebdude  noch
eine  besondere  Bewunderung  vor  den  beiden  andern.
Nach  den  Gängen,  Balkons,  Terrassen  und  Treppen  zu
schlieben,  welche  ich  mehr  als  einmal  außerhalb  an  den
Facaden  und  oben  auf  dem  Gebäude  durchwandert  habe,
glaube  ich  wohl  behaupten  zu  dürfen,  daß  dieselben,  in
einer  geraden  Linie  an  einander  gesetzt,  wohl  einige