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sichten  auf  meine  ökonomische  Lage  eingeschüchtert  batten.
Bisber  batte  ich  nur  selten  die  Theater  in  Wien  besucht,
nun  aber  machte  ich  es  mir  zum  Gesetz,  jede  Woche  wenigstens
  einmal  dahin  zu  gehen,  wenn  entweder  das
Stück  selbst,  oder  schöne  Decorationen  mich  anzogen,
überhaupt  keine  Gelegenheit  zu  versäumen,  interessante
Scenerien,  Maschinerien  u.  s.  w.  zu  betrachten,  da  ich
ja  als  Architekt  künftig  selbst  in  den  Fall  kommen  konnte,
dergleichen  anordnen  zu  müssen.  Bei  meiner  Anwesenheit
  in  Wien  hatten  Schikaneder  und  Mozart  gerade  die
nachber  so  berühmt  gewordene  Oper,  die  Zauberflöte,  in
die  Scene  gesetzt;  und  ich  sab  die  siebente  Vorstellung,
welche  Mozart  selbst  dirigirte,  und  nachber  noch  einmal
die  sieben  und  siebzigste;  denn  so  groß  war  die  Wirkung
dieses  Meisterstücks  der  romantischen  Oper,  daß  das  Publikum
  sich  daran  nicht  satt  hören  und  seben  konnte.

Die  Gegenstände,  welche  mich  übrigens  in  Wien  am
meisten  anzogen,  waxen  die  kaiserliche  und  Lichtensteinsche
  Gallerie,  die  kaiserliche  Bibliotbek,  Modellkammer
u.  s.  w.,  und  ich  glaube  diesen  öffentlichen  und  Privat-Kunstsammlungen,
  welche  ich  sebr  fleißig  besuchte,
meine  wachsende  Liebe  zur  höheren  Kunftbildung  verdanken
  zu  müssen,  indem  meine  Begriffe  sich  erweiterten
und  berichtigten,  und  ich  auch  den  innigen  Zusammenbang
  der  Künste  unter  sich  immer  mehr  begreifen  lernte.
Neben  verschiedenen  andern  Studien  suchte  ich  mich  auf
der  Akademie  besonders  mit  der  Lehre  von  Licht  und
Schatten  zu  befreunden,  die  ich  später  in  meinem  architektonischen
  Lehrbuch  (erstes  Buch,  zweites  Heft)  selbst
bearbeitete.