Friedrich  den  Großen,  zurück.  Mit  besonderer  Ehrfurcht
schaute  ich  aus  dem  Fenster  des  Wirthsbauses  zu  Collin,
aus  welchem  der  König  seine  Garden  zum  mutbigen
Kampfe  aneiferte,  und  mit  äbnlichen  Empfindungen  besuchte
  ich  die  Anhöhen  von  Prag,  wo  Schwerin  ruhmvoll,
  aber  zwecklos  siel.

Wir  batten  noch  zwei  Reisegefährten  in  unserm  Wagen;
  der  eine,  ein  humaner,  gebildeter  Priester  aus
Böhmen,  diente  uns  zum  Führer  und  Dolmetscher,  da

wir  der  böhmischen  Sprache  unkundig  waren.  Nicht  selten
  trafen  wir  in  den  Gasthäusern  wandernde  Musikanten
an,  wie  denn  Böhmen  das  Vaterland  der  Tonkuns  beißen
kann,  und  diese  würztenkuns  den  Genuß  der  Fasanen,
Rebbübner  und  des  köstlichen  Wildprets,  welches  man
in  diesem  Lande  allentbalben  sindet,  durch  ihr  oft  überraschendes
  Spiel.

Schon  auf  dem  Wege  von  Wien  nach  Prag  trafen
wir  mit  einem  andern  Wagen  zusammen,  der  gleichfalls
vier  Passaglere  hatte,  und  denselben  Weg  machte.  Mittags
  und  Abends  kehrten  wir  in  einem  und  demselben
Gastbofe  ein.  Einer  der  Reisenden  in  dem  zweiten  Wagen
  gab  sich  für  einen  Kaufmann  aus.  In  Prag  besaben
wir  mit  einander  die  Schloßkirche,  die  berühmte  Brücke
und  andere  interessante  Gebäude.  Abends  giengen  wir
in  das  Theater,  wo  der  Vorhang  unsere  Aufmerksamkeit
erregte,  und  mich  mit  dem  Kaufmann  in  einen  kleinen
Streit  verwickelte.  Der  Vorbangt  ßellte  das  Innere
eines  Gebudes  vor,  und  er  tadelte  die  dabei  angebrachten
  Säulen.  Ich  bemerkte  dagegen:  Sdulen  sepen  runde,
freie  Stützen,  und  wenn  das  Innere  eines  Gebäudes,

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