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die  Perspective;  unser  neuer  Reisegefährte,  Herr  Bürnad
  aus  Berlin,  bebauptete  mit  meinem  Freunde  Haller
gegen  mich,  jene  Lehre,  wie  sie  von  Pater  Pozzo,  Lambert
  und  Andern  vorgetragen  worden,  sey  falsch,  indem
sich  die  Perspective  durchaus  nicht  überall  auf  mathematische
  Grundsätze  zurückfübren  lasse.  Ich  brachte  gegen
diese  Behauptung  eine  Menge  Beweise  vor,  und  da  bei
dieser  Gelegenbeit  die  Ausdrücke:  Auge,  Distanz,  Accidentalpunkt,
  Horizont,  häufig  vorkamen,  und  das  Gespräch
  sich  auch  noch  während  des  Nachtessens  in  der
Wirthsb##ube  fortspann,  so  kamen  die  Bauern  auf  den
Gedanken,  wir  wollten  sie  zum  Besten  haben.  In  dieser
Meinung  schienen  sie  bestärkt  zu  werden,  als  ich  ein  Glas
nahm,  und  an  der  Rundung  desselben  die  verschiedenen
Erscheinungen  des  Zirkels  zu  erklären  suchte.  Die  Bauern
machten  eben  Anstalt,  über  uns  berzufallen,  als  zum
guten  Glück  unser  Kutscher  hereintrat,  und  sie  durch  die
Versicherung  beschwichtigte,  wir  bätten  schon  den  ganzen
Tag  über  solch  wunderliches,  unverständliches  Zeug  geplauderk,
  und  er  selbst  könne  nicht  klug  aus  uns  werden.

Aebnliche  Dispute  hatten  wir  bäusig,  wobet  sich  jedoch
  am  Ende  zeigte,  daß  unser  Reisegefäbrte  kein  eigentlicher
  Architekt,  sondern  ein  praktischer,  aber  sehr  geschickter
  Theatermaler  war,  was  er  später  auch  eingestand,
  da  er  uns  in  Dresden  seine  schönen  römischen
Arbeiten  zeigte.

In  Dresden  stiegen  wir  fürs  erste  in  einem  Gasthofe
ab,  und  wollten  daselbst  so  lange  verweilen,  bis  unser
Eintritt  in  die  Akademie  Hatt  baben  konnte.  Ich  begab
mich  alsbald  mit  einem  Empfeblungsschreiben,  welches