44

deutlich  machte,  sab  er  uns  mit  einiger  Ueberraschung  an
und  sagte:  Wie,  meine  Herren,  wir  fennen  ja  einander
schon,  Sie  sind  die  beiden  jungen  Künstler,  welchen  ich
vor  einigen  Wochen  in  Dresden  einen  Besuch  gemacht.
Haben  Sie  Ibren  Vorsatz  gecndert,  in  Dresden  Ibre
Studien  fortzusetzen?  Das  macht  mir  viele  Ebre,  mit
Ibnen  nach  Berlin  zu  reisen;  ich  boffe,  daß  es  Ibnen
dort  gefallen  werde,  und  ich  Ibnen  einige  Freundschaft
erzeigen  könne,  denn  ich  habe  in  Berlin  eine  große  und
ausgedehnte  Bekanntschaft,  mit  welcher  ich  Sie  während
unserer  Fabrit  der  Reihe  nach  bekannt  machen  will.

Wir  dankten  ihm  für  sein  Wohlwollen,  aber  ohne
darauf  zu  achten,  fuhr  er  fort:  So  oberslächlich  kennen
wir  Drei  uns  zwar  schon  einander;  allein  da  wir  etliche
zwanzig  Meilen  mit  einander  reisen,  und  uns  auf  diesem
Wege  leicht  etwas  begegnen  könnte,  was  wechselseitige
Theilnahme  erforderte,  so  müssen  wir  uns  alle  Vier  gegen
  einander  mit  Offenbeit  austauschen.  Ich  will  daher
zuerst  anfangen,  Ibnen  von  meiner  Person  Einiges  zu
sagen.  Ich  bin  der  Hofrath  Darbs  aus  Petersburg,  und
in  Kopenbagen  geboren,  habe  viele  Jahre  in  Petersburg
während  der  Regierung  der  großen  Katharina  gelebt,
und  wohne  nun  seit  sechs  Jahren  in  Berlin  als  Künstler
und  namentlich  als  Portraitmaler.  Vor  sechs  Wochen
gieng  ich  nach  Dresden,  um  meinen  einzigen  Sohn  daselbst
  in  das  Freimaurer-Institut  zur  Erziebung  zu  bringen,
  und  jetzt  babe  ich  die  Ebre,  mit  Ibnen  zurück  nach
Berlin  zu  reisen,  um  in  meine  Geschäfte  wieder  einzutreten.
  Dieses  ist's,  was  ich  Ihnen  von  mir  zu  sagen
habe.  Haben  Sie  nun  die  Güte,  mir  auch  Lbre  Verso-